News & Termine


Prof. Dr. Isabella Heuser-Collier und Prof. Dr. Martin E.Kreis, Charité-Universitätsmedizin Berlin

Prof. Dr. Isabella Heuser-Collier und Prof. Dr. Martin E.Kreis (v.r.n.l.). Foto: © Lorenz
Prof. Dr. Isabella Heuser-Collier und Prof. Dr. Martin E.Kreis (v.r.n.l.). Foto: © Lorenz

09.01.2020: Spitzenmedizin im Berliner Südwesten
Der Campus Benjamin Franklin (CBF) ist einer der drei klinischen Campi der Charité – Universitätsmedizin Berlin. In Steglitz gelegen, feierte er 2018 sein 50jähriges Bestehen und steht für universitäre Spitzenmedizin im Berliner Südwesten.

Zwei überaus herausragende wie erfahrene Repräsentanten auf diesem Charité-Campus  sind Prof. Dr. Isabella Heuser-Collier, Direktorin der Klinik und Hochschulambulanz für Psychiatrie und Psychotherapie, und Prof. Dr. Martin E. Kreis, Direktor der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie. Gemeinsam mit allen Klinik-und Institutsdirektoren*innen ist es das Ziel, den Campus als medizinischen Maximalversorger mit multiplen Forschungsschwerpunkten kontinuierlich weiterzuentwickeln. Ein Event auf diesem Weg war der vom Regionalmanagement Berlin SÜDWEST jährlich veranstaltete LIFE SCIENCE DAY BERLIN: im Jahr 2018 zum ersten Mal in neuem Format als „Doctor´s Slam gestaltet, initiiert von den Ärzten*innen des CBF und koordiniert von Isabella Heuser-Collier und Martin E. Kreis.

Auch der „2. Berliner Doctor‘s Slam 2019“ bot mit seinem breiten Forschungsprogramm und 17 Ärzten / Ärztinnen von A (Augenheilkunde) bis Z (Zahnmedizin) profundes Wissen und beste Unterhaltung mit großem Lerneffekt auf dem Charité Campus Benjamin Franklin. Die Veranstaltung wurde von den vielen Teilnehmern begeistert aufgenommen. (Erfahren Sie mehr – you tube-trailer).

Foto: © Heuser-Collier
Foto: © Heuser-Collier

Prof. Dr. Isabella Heuser-Collier
In New Mexico wurde sie, Tochter eines Mathematik-Professors, eingeschult.
Bis zum Abitur zog sie sechsmal mit Eltern und Geschwistern um und pendelte zwischen Amerika und Deutschland. Auch nach dem Abitur führte sie ihr Weg immer wieder in die USA.
Neben dem Studium der Psychologie an der Universität Mainz, welches sie mit Diplom abschloss, studierte sie Humanmedizin: „Ich fand es immer schon interessant, was im Hirn passiert. Die Psychologie allein reichte mir nicht; ich wollte dazu die komplexen medizinischen Hintergründe und Zusammenhänge, die mir die Medizin eröffnet, wissen“; begründet Professorin Heuser ihre Studienwahl.

Als Fogarty-Stipendiatin ging sie an das Nationale Gesundheitsinstitut (NIH) nach Bethesda, Maryland, USA und mit frischem Doktortitel 1988 als Oberärztin an die Psychiatrische Universitätsklinik Freiburg. Als weitere Station folgte das Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München: Mit den Schwerpunkten Depressionen, Hormone und Alterserkrankungen arbeitete sie dort ab 1992 als Leiterin der Gedächtnisambulanz. An der Ludwig-Maximilians-Universität München habilitierte Isabella Heuser-Collier 1994. Dann ging sie nach Mannheim und erhielt 1996 als erste Frau Europas mit der Professur für Psychiatrie den Ruf an die Universität Heidelberg. Seit 2001 ist sie jetzt in Berlin als Professorin und Direktorin der Klinik und Hochschulambulanz für Psychiatrie und Psychotherapie der Charité – Universitätsmedizin Berlin am Campus Benjamin Franklin.

Die zuerst an der Eschenallee im Berliner Westend gelegene Klinik zog 2015 nach Steglitz an den Campus Benjamin Franklin um: 5.500 Quadratmeter stehen dort zur Verfügung, mit neuen Räumen, zwei Tageskliniken, Ambulanzbereich sowie Schlaflabor. Auch für psychisch erkrankte Mütter mit ihren Kindern ist Raum gegeben.

Prof. Heuser-Collier unterstreicht die Qualitätssteigerung für die Patienten durch diesen Standort, weil die gesamte Infrastruktur eines Universitätsklinikums auf dem Campus über kurze Wege erreichbar ist und so eine interdisziplinäre Therapie erleichtert „Tür an Tür mit den Kollegen“.

Auch für patientenbezogene Forschung sieht sie am  CBF große Möglichkeiten. So will sie den Aufbau einer Abteilung zum Thema „Drug Rescue und Repurposing“ zusammen mit dem BIH initiieren: Das Ziel ist, bereits auf dem Markt befindliche und  sichere Medikamente in gänzlich anderer, psychopharmakologischer Anwendung zu entwickeln.

Foto: © Kreis
Foto: © Kreis

Prof. Dr. Martin E. Kreis
Martin E. Kreis wurde in Ludwigsburg geboren. Seine Vorfahren waren überwiegend Landwirte und Seefahrer. „Daher wohl auch meine Affinität zum Meer“, erklärt Prof. Kreis. Schon in der Jugend arbeitete er, der spätere Chirurg, gerne mit den Händen. „Ich habe einen VW-Käfer auseinander- und wieder zusammengebaut und mit 16 Jahren zusammen mit meinen Eltern unser Wohnhaus komplett renoviert“, erzählt er nicht ohne Stolz.

In Leonberg bei Stuttgart ging Martin Kreis zur Schule, zum Medizin-Studium dann nach Tübingen. 1994 promovierte er und war bis 2004 an der Chirurgischen Universitätsklinik Tübingen tätig. 2001 bekam er seinen Facharzt für Chirurgie, zwei Jahre später mit der Schwerpunktbezeichnung Viszeralmedizin. Seine Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie deckt das gesamte Spektrum chirurgischer Behandlungsmöglichkeiten von Erkrankungen des Bauchraumes und der Schilddrüse ab.
Mit der Habilitation fand er sein Forschungsgebiet in der Darmchirurgie.

Nach Forschungsaufenthalten in den USA und in der Schweiz kehrte Prof. Kreis 2004 nach Deutschland zurück und baute  in München-Großhadern ein Darmkrebs-Zentrum auf. Seit 2012 ist er Professor und Direktor der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie an der Charité Universitätsmedizin Berlin, Campus Benjamin Franklin und stärkte das Profil der Klinik im Bereich der entzündlichen Darmerkrankungen. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Bereich der Chirurgie von Krebserkrankungen des Magens-, Speiseröhre, Leber- und Bauchspeicheldrüse. Dabei ist seine Klinik bei der Behandlung dieser Erkrankungen fest in das Viszeral-onkologische Zentrum der Charité eingebettet, welches von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifziert wurde. Die gemeinsame Arbeit mit Ärzten anderer Disziplinen, begünstigt durch die Architektur und die kurzen Wege im Campus Benjamin Franklin, hält er dabei für einen wesentlichen Erfolgsfaktor.

Er, der bereits in seiner Jugend erlebt hatte, welches Hochgefühl die gelungene Durchführung einer handwerklichen Arbeit hinterlässt empfindet dies auch in der Chirurgie: „Wenn ich mit meinen Händen eine stundenlange OP erfolgreich für den Patienten bewerkstelligt habe, empfinde ich ein befriedigendes Gefühl der Leistung.“

Dabei setzt Martin Kreis stets auf Effizienz – im OP ebenso wie in der Kommunikation mit dem Kollegium.
2013 hat Kreis am CBF ein zwei-monatlich stattfindendes Direktorentreffen ins Leben gerufen, um mit anderen Abteilungen Fragen und Probleme zu besprechen und das Gemeinschaftsgefühlt am Campus zu stärken. Zusammen mit seiner Kollegin, Professorin Heuser-Collier, spricht er sich für die Weiterentwicklung der Direktorenrunde aus, da Probleme von Querschnitt-Themen wie Bettenvergabe oder Notfallversorgung innerkollegial so schnell besprochen werden können und der Informationsfluss beispielsweise zu Baumaßnahmen innerhalb des Campus deutlich verbessert wird.

„Mäusebunker“. Foto: © RMSW
„Mäusebunker“. Foto: © RMSW

Moderne Labore statt Mäusebunker
Einig sind sich Isabella Heuser und Martin Kreis als engagierte Netzwerker auch darin, dass zukünftig der interdisziplinären Zusammenarbeit der Campus-Mediziner verstärkt Aufmerksamkeit entgegengebracht werden muss. „Die verschiedenen Kliniken sind am Campus Benjamin Franklin ideal vernetzt und ausgestattet, um komplexe Erkrankungen oder mehrfach erkrankte Patienten optimal zu versorgen.“
Ihr gemeinsames Ziel ist es, den Campus Benjamin Franklin weiterzuentwickeln. Dabei ist die methodische Zusammenarbeit bei der klinischen Patientenversorgung genauso wichtig wie die Ausarbeitung von gemeinsamen Forschungsschwerpunkten.

„Wir benötigen auf dem Campus dringend mehr Raum - auch für moderne Labore“, erklärt Professorin Heuser. Eine Option für die zusätzlich benötigten Laborräume auf dem Campusgelände sei das Areal des sog. „Mäusebunkers“. Das ehemalige Tierlaboratorium der Freien Universität Berlin wird demnächst nicht mehr genutzt und bietet sich fußläufig ideal für den Bau dringend erforderlicher moderner Forschungslabore an. „Dort wäre ein idealer neuer Standort, um die international renommierten Forschergruppen am Campus Benjamin Franklin zu stärken und die Infrastruktur zu schaffen, um auch in Zukunft exzellente Wissenschaftler an den Campus Benjamin Franklin zu holen.“ Darüber hinaus würde ein Forschungsgebäude dort die Kooperationsmöglichkeiten der Charité mit der Freien Universität und den anderen Forschungsinstituten im Berliner Südwesten verbessern.

Professorin Heuser und Professor Kreis werden neben ihrer Arbeit als namhafte Mediziner weiter großes Engagement zeigen – als aktive Vertreter der Medizin am Campus Benjamin Franklin der Charité und mit neuen Ideen für diesen Campus der Charité im Süden Berlins.


Text: Jacqueline Lorenz

Kontakt und weitere Informationen unter:

Charité-Universitätsmedizin Berlin
Campus Benjamin Franklin
Hindenburgdamm 30
12203 Berlin

Telefon (Büro Heuser-Collier): +49 30 450 517 501
Telefon (Büro Kreis):  +49 30 450 522712


www.charite.de



Das „Regionalmanagement Berlin SÜDWEST“ (RMSW) ist im Rahmen des Wirtschaftsförderprogramms Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) je zur Hälfte aus Bundes- und Landesmitteln sowie einem entsprechenden Anteil des Bezirks Steglitz-Zehlendorf von Berlin finanziert.

Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie  Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung  Berlin Steglitz-Zehlendorf

Regionalmanagement Berlin SÜDWEST
Schloßstraße 48
Gutshaus Steglitz
12165 Berlin

T +49 (0)30-707 600 84
F +49 (0)30-707 600 26
info@rm-berlin-sw.de