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Dr. Jürgen Lillteicher, Direktor des AlliiertenMuseum in Dahlem

Dr. Jürgen Lillteicher. Foto: Lorenz
Dr. Jürgen Lillteicher. Foto: Lorenz

12.07.2018: Neues entwickeln und Impulse für das Bestehende geben
Zum 1. März 2018 übernahm der Historiker Dr. Jürgen Lillteicher die Leitung des AlliiertenMuseum. Er folgt damit der bisherigen Museumsleiterin Dr. Gundula Bavendamm nach, die im Frühjahr 2016 an die Spitze der Stiftung Flucht Vertreibung Versöhnung gewechselt war. Seitdem  hatte das AlliiertenMuseum kommissarisch Bernd von Kostka geführt, der dem Haus an der Clayallee weiterhin als Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Kurator verbunden ist (s. auch unter www.rm-berlin-sw.de).

Dr. Lillteicher stellt sich nun einer ebenso spannenden wie herausfordernden Aufgabe: Der Umzugsvorbereitung des Museums von Berlin-Zehlendorf zum neuen Standort im Hangar 7 des ehemaligen Flughafen Tempelhof. Doch bis zum Umzug bleibt genügend Zeit, am gewohnten Standort in Dahlem mit publikumswirksamen Ausstellungen und Veranstaltungen weiterhin nachhaltige Akzente zu setzen.

Mit Dr. Jürgen Lillteicher hat der Trägerverein des AlliiertenMuseum einen Mann zum neuen Direktor gewählt, der langjährige Erfahrung in der Projektentwicklung und dem Neuaufbau von Museen mitbringt. Als gebürtiger Westfale hatte er in Berlin bereits von 2002 bis 2006  als Kurator bei der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas (kurz Holocaust-Mahnmal) gewirkt. Danach hat er das Willy-Brandt-Haus Lübeck seit Eröffnung 2007 geleitet, das sich in der Trägerschaft der Berliner Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung befindet, und mit viel Geschick auch bei der Realisierung von sensiblen Projekten und bei der Aufbereitung komplexer historischer Themen in Sonderausstellungen zu einem attraktiven Publikumsort gemacht.

Schon früh Politik-interessiert, hatte Lillteicher bis 1996 Geschichte und Mathematik an der Universität Freiburg und in Dublin studiert. Während seiner Promotion im Jahr 2002 über die Rückerstattung jüdischen Eigentums war er Fellow am United States  Holocaust Memorial Museum in Washington, dem sich u.a. eine Assistentenstelle an der Universität Haifa anschloss.

Foto: Lorenz
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Warum von Dahlem nach Tempelhof?
Mit dem Umzug des AlliiertenMuseum nach Berlin-Tempelhof will der Bund ein weiteres Museums-Highlight und demokratiegeschichtliches Erinnerungsprojekt im Herzen Berlins schaffen. Dort, wo widersprüchliche Geschichte in Gestalt der Flughafengebäude einerseits von dunklen Zeiten des Nazi-Regimes, andererseits aber auch von freiheitverheißenden Tagen dank der Berliner Luftbrücke (24. Juni 1948 – 12. Mai 1949) zeugt, soll das AlliiertenMuseum in einigen Jahren seinen neuen Standort beziehen.

Lillteicher, betont: „Bipolarität Ost-West als Thema sowie der Systemkonflikt im Museum für den Besucher aufbereitet, dazu Kalter Krieg und Teilungsgeschichte nähergebracht, das könnte ein Alleinstellungsmerkmal des „neuen“ AlliiertenMuseum werden.“ Da sind noch viele spannende Ideen, die von dem neuen Direktor zu Ende gedacht, Formate, die auf den rund 4.500 Quadratmeter Ausstellungsfläche im Hangar 7, Kopfbau West und Bauteil 7, übertragen werden wollen.

„Jede bestehende Immobilie ist für ein Museumskonzept eine Herausforderung: Der Flughafen Tempelhof ist nicht nur NS-Bau, sondern auch Zeugnis der Industriekultur“, erklärt der promovierte Historiker, der mit dem zukünftigen AlliiertenMuseum die aktuelle Verbindung zur heutigen Zeit mit der Zielrichtung einer friedlichen Konfliktlösung und Entspannung im außenpolitischen Bereich verfolgt. Dabei setzt er auf die Zusammenarbeit mit themenverwandten Museen, wie dem „Deutsch-Russischen Museum“ in Berlin-Karlshorst, dem neu entstehenden „Militärhistorischen Museum Flugplatz Berlin-Gatow“ und der “Stiftung Deutsches-Historisches Museum“.

Foto: Lorenz
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Lillteicher hat großes Verständnis dafür, dass der Bezirk an einer kulturellen Nachnutzung des derzeitigen Standortes interessiert ist. Dies müsste in jedem Fall mit dem Bund, der Eigentümer des Grundstücks ist, geklärt werden. Der Standort ist für künftige Nutzer attraktiv. Er liege im grünen Bezirk Steglitz-Zehlendorf für Besucher und Touristen jetzt auch ideal an der neuen Dahlem-Radroute. Beispielsweise könnte das Outpost Theater künftig wieder als richtiges Kino genutzt werden.


Text: Jacqueline Lorenz

Kontakt und weitere Informationen unter:

AlliiertenMuseum e.V.
Clayallee 135
14195 Berlin

Tel +49 (0)30 81 81 99 99
info(at)alliiertenmuseum.de


www.alliiertenmuseum.de



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