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05.12.2016 // Marit Schützendübel, Direktorin und Stiftungsvorstand der Domäne Dahlem

Marit Schützendübel. Foto: Domäne Dahlem

Marit Schützendübel sucht die Herausforderung: Als Betriebswirtin und Mediatorin ist sie seit Jahren beruflich ebenso erfolgreich wie als Triathletin. „Ein erreichtes Ziel motiviert“, weiß sie und  freut sich als Stiftungsvorstand und Direktorin der Domäne Dahlem auf die neuen Aufgaben, die sie zum 1. Oktober 2016 übernommen hat Marit Schützendübels Ziel für die Domäne Dahlem ist ein Dreiklang zur konsequenten Weiterentwicklung von Landgut, Museum und Bildungsort, intern wie  extern.  Dazu will sie Altbewährtes mit in die Zukunft nehmen, strukturgebend einwirken, ohne  dabei wichtige kaufmännische und rechtliche Aspekte zu vernachlässigen.

Mit der Natur auf Du und Du
Marit Schützendübel bringt viel Sympathie für Natur und Landwirtschaft mit.
Sie wuchs am Waldrand der Kleinstadt Schwarzenbek im Kreis Herzogtum Lauenburg in Schleswig-Holstein auf, in direkter Nachbarschaft zur Landwirtschaft. Mit der Domäne Dahlem habe sie, die sich zwar nicht als „Großstadtmensch“ bezeichnet, die Großstadt aber auch nicht ablehnt, „etwas Heimat in der Großstadt Berlin gefunden“. Auch deshalb hat sie sich auf die ausgeschriebene Stelle an der Domäne beworben, auf der sie nun als Einzelvorstand die Fäden in der Hand hält und mit den zahlreichen Fachleuten der drei verzahnten Bereiche Landwirtschaft, Museum und Bildung kommuniziert.

Nach Berlin kam sie mit ihrer Familie im Jahr 2002, lernte das „Landgut mit U-Bahn-Anschluss“  über ihren Sohn während dessen Grundschulzeit kennen und schätzen. Heute lebt sie in Potsdam – umgeben von viel Natur an einer Straße, die sie schnell in die Großstadt Berlin bringt. Für ihre sportlichen Aktivitäten an frischer Luft, für Laufen, Radfahren und Schwimmen, hat sie hier im grünen Gürtel Berlins das passende Umfeld gefunden.

Domäne Dahlem aus der Luft. Foto: Domäne Dahlem
Einzigartige Domäne Dahlem - Landgut und Museum in der Großstadt. Foto: Lorenz

Auf Bewegung setzt sie auch für die Zukunft der Domäne Dahlem, die sich in den vergangenen 40 Jahren zu dem heutigen Kleinod entwickeln konnte. Besucher aus aller Welt wissen das besondere Landgut in seiner Einzigartigkeit zu schätzen.

Pädagogische, mit der Landwirtschaft verzahnte Arbeit in die moderne Welt zu vermitteln und besonders junge Erwachsene vermehrt zu erreichen, ist ein wichtiges Ziel von Marit Schützendübel. So plant sie die Weiterentwicklung mit neuem Input des vom langjährigen Museumsdirektor Dr. Lummel konzipierten Culinariums, das den Weg „vom Acker auf den Teller“ in immer wieder neuen Angeboten anschaulich und begreifbar macht.  Die Kinderspielplatzsituation soll sich nach Wünschen der neuen Direktorin auf dem 160.000 Quadratmeter großen denkmalgeschützten Gelände, dessen  Besitzer das Land Berlin ist, verbessern. Ideen dafür kommen aus der eigentlichen Zielgruppe der sieben- bis 12-jährigen – u.a. auch von ihrer 7 1/2-jährigen Tochter.

Doch Neuerungen brauchen Zeit, ein abgestimmtes Vorgehen ist angesagt. „Altes soll bewahrt, neue innere Strukturen behutsam geschaffen werden“, betont Marit Schützendübel. Der Besucher werde die bis 2020 vorgesehenen Baumaßnahmen auf der Domäne kaum bemerken: so soll die alte Meierei einer Grundsanierung unterzogen werden.

Seit dem 01. November 2016 ist der Hofladen im Eingangsbereich mit seinem Angebot von Gemüse und Fleisch aus der Domäne und die gesamte Landwirtschaft bei der Stiftung angegliedert. Zuvor gehörte er zur Domäne Dahlem Veranstaltungs-GmbH, welche die zahlreichen und vielbesuchten Hofveranstaltungen vom Handwerks- bis Adventsmarkt ausrichtet. 300.000 Besucher jährlich zählt die Domäne. Unabhängig von der Jahreszeit ist das noch junge verpachtete Landgasthaus bereits gut  angenommen.

Pädagogischer Garten. Foto: Lorenz

In über 80 unterschiedlichen Führungen erfahren Gruppen von der Kita bis zur Abiturklasse Wissenswertes in Theorie und Praxis rund um die Domäne Dahlem, über ihre Geschichte,  Landwirtschaft und über gesunde Ernährung, die die Umwelt schont. In diesem Jahr fanden rund 950 Führungen statt, in denen neben den 35 festangestellten Mitarbeitern und Mini-Jobbern auch zahlreiche Honorarkräfte und Ehrenamtliche, die u.a. aus dem Freundeskreis e.V. der Domäne kommen, Einsatz zeigten. Der Freundeskreis leistet für die Stiftung der Domäne Dahlem seit Jahren unverzichtbare Arbeit in der Spenden-Akquise.

Dem aktuellen Tourismuskonzept des Regionalmanagement Berlin SÜDWEST (RMSW) spricht Marit Schützendübel aus der Seele, wenn sie zukünftig auf eine stärkere Vernetzung der Domäne Dahlem mit benachbarten Institutionen wie beispielsweise dem Botanischen Garten hinarbeiten will. Dafür weiß sie das RMSW und den Bezirk Steglitz-Zehlendorf, in dem sie auch gerne leben würde, hinter sich. Besonders, wenn es darum geht, vermehrt den Radtourismus über eine „Dahlem-Route“ und Touristen allgemein über ein Kombiticket an diese Dahlemer Kleinode heranzuführen.

Mit Erfahrung in die Zukunft

Reichlich Erfahrung und Qualifikation, um diese Ziele erfolgreich zu erreichen, bringt die Direktorin - nicht nur im Bereich Finanzen - aus ihren vergangenen Tätigkeiten mit auf die Domäne Dahlem, deren Stiftung von der Senatsverwaltung für Kultur über  Zuwendungen mitfinanziert wird. 

Marit Schützendübel, die Rosen, Delphine und besonders eben Sport in der Natur liebt, entwickelte sich und ihr Wissen stets weiter. „Es gab wohl kaum ein Jahr, in dem ich nicht gelernt habe“, erklärt sie und fährt fort, „ich muss immer alles im Blick behalten“, - beruflich wie beim Triathlon.

Foto: Lorenz

Nach ihrer Ausbildung zur Physiotherapeutin, eröffnete sie 1989 ein Zentrum für Physiotherapie im Leistungsbereich in Göttingen, das sie 12 Jahre leitete und in dem sie überwiegend konzeptionell arbeitete. In Berlin angekommen, bewarb sie sich 2004 am Reha-Zentrum Oberlinhaus in Potsdam, dessen Geschäftsführerin sie zwei Jahre später wurde. Ab 2011 leitete sie einen ambulanten Pflegedienst als Wirtschaftsmediatorin und studierte parallel von 2008 bis 2012 Betriebswirtschaftslehre bis zum Diplom. Als der Paritätische Landesverband Brandenburg im Jahr 2013 einen Vorstand mit Schwerpunkt Personal und Finanzen suchte, war Marit Schützendübel zur rechten Zeit am rechten Ort, wo sie bis 2016 blieb. – Aufgeschlossen und bereit für eine neue Herausforderung, ist sie nun in Dahlem angekommen, mit ihrem Lebensmotto im Gepäck: „Ich schaue nach vorne, nicht zurück. Aus der Vergangenheit kann man lernen, Erfahrungen  in die Zukunft mitnehmen und es besser machen. Vor Konflikten habe ich keine Angst. Probleme sind dazu da, gelöst zu werden.“

So blickt  Marit Schützendübel zuversichtlich in die Zukunft der Domäne Dahlem, die von ihr als Besucher-, Bildungs- und Touristen-Treff  im Berliner Südwesten weiterentwickelt wird.

Text: Jacqueline Lorenz

Kontakt und weitere Informationen unter:

Stiftung Domäne Dahlem - Landgut und Museum
Königin-Luise-Straße 49
14195 Berlin

Tel.: +49 30 66 63 00 -0
schuetzenduebel@domaene-dahlem.de

www.domaene-dahlem.de



Das „Regionalmanagement Berlin SÜDWEST“ (RMSW) ist im Rahmen des Wirtschaftsförderprogramms Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) je zur Hälfte aus Bundes- und Landesmitteln sowie einem entsprechenden Anteil des Bezirks Steglitz-Zehlendorf von Berlin finanziert.

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