„Wissensstadt Berlin 2021“

„Wissensstadt Berlin 2021“ - ein Berlinweites Wissenschaftsfestival bis 14. August unter der Beteiligung der FU Berlin. | Foto: © FU Berlin
„Wissensstadt Berlin 2021“ - ein Berlinweites Wissenschaftsfestival bis 14. August unter der Beteiligung der FU Berlin. | Foto: © FU Berlin

28. Juni 2021: Die Freie Universität Berlin ist an der Veranstaltungsreihe „Wissensstadt Berlin 2021“ vom 1. Juli bis 14. August mit fünf Beiträgen beteiligt. Schwerpunkte des von Kulturprojekte Berlin GmbH organisierten Wissenschaftsfestivals sind die Themen Klima, Gesundheit sowie Zusammenleben in der Stadt. Interessierte erhalten Einblicke in aktuelle Forschungen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Freien Universität sind an der vor dem Roten Rathaus aufgebauten Ausstellung beteiligt: mit Klimasimulationen und -modellen, mit Beiträgen zu Klima und Demokratie, digitale Kommunikation, multiresistente Bakterien und Zoonosen sowie Reallabore. Am 7. August gestalten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Freien Universität Berlin einen Science-Slam-Abend: Sie stellen anschaulich und unterhaltsam ihre Forschungsgebiete und -projekte vor. Dieser Abend wird von Professor Günter M. Ziegler, Präsident der Freien Universität Berlin, moderiert.

 

Beteiligung der Freien Universität Berlin im Überblick:

Dürre-Hauptstadt Berlin: Können wir uns mit dem Klima wandeln?
6. Juli, Kurzvorträge, Beginn um 19.30 Uhr

Über Leben im Klimawandel

  • Prof. Reinhold Leinfelder, Professor für Paläontologie und Geobiologie, Freie Universität Berlin
  • In seinem Kurzvortrag beschäftigt sich Professor Reinhold Leinfelder mit der Frage, wie Menschen ihr Verhalten ändern können, um das Klima und die Natur zu entlasten. Es fällt dem Menschen schwer, auf abstrakte Bedrohungen wie Klimawandel, Artensterben, Überfischung, Ölkatastrophen, Verstrahlung oder Plastikmüll zu reagieren. Das ist in unserem evolutionären Erbe verankert: Wenn es im Busch wackelt, sind wir sofort in Alarmbereitschaft, denn dahinter könnte ja ein Tiger lauern. Konkrete Gefahren erscheinen uns realer als nicht unmittelbar erfahrbare – eine fatale Eigenschaft angesichts der alles erfassenden und allgegenwärtigen Umweltkrise.

Alle Wetter: Wie helfen uns Vorhersagen? 

  • Prof. Uwe Ulbrich, Institut für Meteorologie, Freie Universität Berlin
  • Professor Uwe Ulbrich befasst sich in seinem Kurzvortrag mit der Untersuchung meteorologischer Extremereignisse und deren Bedingungen. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehört auch, Veränderungen von Risiken im sich ändernden Wetter zu bestimmen. Ein entscheidender Faktor dabei ist die Frage, welche Auswirkungen die Extrema haben. Die Wettervorhersage ist in den letzten Jahrzehnten immer zuverlässiger geworden. Warnungen vor extremen Ereignissen wie Sturm, Starkregen und Hochwasser werden regelmäßig herausgegeben; dennoch bleibt eine Vorhersage über eine Woche hinaus schwierig. Das Verständnis der Prozesse in der Atmosphäre, die zu den Ereignissen führen, ist ein Schlüssel zu deren Vorhersage mithilfe der heutigen Wettervorhersage-Modelle, die auch für Klimavorhersagen genutzt werden.
  • Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Aufgrund der beschränkten Anzahl an Besucherinnen und Besuchern wird empfohlen, sich vorab ein Ticket zu reservieren.

Menschen – Märkte – Miteinander. Wie leben wir zusammen?

  • 13. Juli, Podiumsgespräch, Beginn um 19.30 Uhr
  • Prof. Christoph Markschies, Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Professor für Antikes Christentum (Patristik), Humboldt-Universität zu Berlin
    Prof. Gudrun Krämer, Institut für Islamwissenschaft, Freie Universität Berlin
    Prof. Dorothea Kübler, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung; Professorin für Volkswirtschaftslehre, Technische Universität Berlin
    Moderation: Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
  • In Städten treffen unterschiedlichste Menschen auf engstem Raum aufeinander. Welche Rolle spielen Herkunft, Nationalität, Kultur, Sprache, Geschlecht und Religion für das Zusammenleben? Fragen nach der Ökonomie des Zusammenlebens sowie nach zwischenmenschlichen Mechanismen und sozialem Gefüge stellen sich mit größter Dringlichkeit. Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften diskutiert über das Verhältnis von Mensch zu Mensch im städtischen Raum und blickt aus der Perspektive einer Verhaltensökonomin, einer Islamwissenschaftlerin sowie eines Historikers und Theologen auf das komplexe Gefüge, das menschliches Miteinander ausmacht.
  • Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Aufgrund der beschränkten Anzahl an Besucherinnen und Besuchern wird empfohlen, sich vorab ein Ticket zu reservieren.

Wie kann ein soziales Zusammenleben in der Stadt gelingen? Über Potenziale der Zivilgesellschaft und solidarisches Verhalten bei der Krisenbewältigung

  • 3. August, Podiumsgespräch, Beginn um 19.30 Uhr
  • Prof. Swen Hutter, Institut für Soziologie, Freie Universität Berlin; stv. Direktor Zentrum für Zivilgesellschaftsforschung, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung
    Prof. Jule Specht, Institut für Psychologie, Humboldt-Universität zu Berlin 
    Moderation: Prof. Jürgen Gerhards, Geschäftsführender Direktor des Institutes für Soziologie, Freie Universität Berlin
  • Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Aufgrund der beschränkten Anzahl an Besucherinnen und Besuchern wird empfohlen, sich vorab ein Ticket zu reservieren.
  • Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stellen ihre interdisziplinären Forschungsvorhaben vor, in denen sie sich mit Fragen zum Thema sozialer Zusammenhalt befassen. Was bedeutet „sozialer Zusammenhalt“ und welche Entwicklungen fordern Gesellschaften weltweit heraus? Was prägt und was gefährdet den sozialen Zusammenhalt einer Gesellschaft? Welche sozialen Bindeglieder bewirken, dass Menschen sich als Teil einer Gemeinschaft fühlen, und wie lassen sich diese beeinflussen? Dies sind zentrale Fragestellungen der „Grand Challenge Initiative“ der Berlin University Alliance, dem Verbund aus Freier Universität Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin, Technischer Universität Berlin und der Charité – Universitätsmedizin Berlin zum Schwerpunkt „Social Cohesion and Civil Society“. Damit stellt sich der Universitätsverbund gesellschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart von globaler Bedeutung. Den Auftakt machte ein Call zum Thema sozialer Zusammenhalt.

Aktionsstand: BOOK ART - aus alt mach neu

  • 9. Juli 15.00-20.00 Uhr
  • Karola Braun-Wanke, Projektleiterin der SchülerUni Nachhaltigkeit und Klimaschutz, Freie Universität Berlin
  • Besucherinnen und Besucher lernen, wie sie aus alten Büchern Kunstobjekte erstellen können.

Science Slam der Freien Universität Berlin

  • 7. August, Beginn um 18.30 Uhr
  • Sechs Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie ein Alumnus der Freien Universität Berlin treten an, die Zuschauerinnen und Zuschauer mit der Leidenschaft für ihr Thema anzustecken. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben zehn Minuten Zeit, um dem Publikum ihre Forschungsgebiete und -projekte slammend, also auf anschauliche und unterhaltsame Weise, zu erklären. Dabei sind alle Hilfsmittel erlaubt. Das Publikum entscheidet mit seinem Applaus über den Sieger oder die Siegerin des Abends.
  • Prof. Amitabh Banerji, Institut für Chemie, Universität Potsdam: „Bildung gegen den Klimawandel: Organische LEDs & Solarzellen im Unterricht“
    Prof. Christoph Benzmüller, Institut für Informatik der Freien Universität Berlin, Dahlem Center for Machine Learning and Robotics: Künstliche Intelligenz: „Vertrauenswürdige und verantwortungsvolle KI für unsere große Stadt!"
    Prof. Lena Noack, Institut für Geologische Wissenschaften, Freie Universität Berlin: „Klima auf anderen Planeten, und was bedeutet eigentlich Habitabilität?“
    Sabrina Patsch, Institut für theoretische Physik der Freien Universität Berlin: „Eierlegende Wollmilchqubits – Der Mythos vom allmächtigen Quantencomputer“
    Prof. Reinhold Leinfelder, Institut für Geologische Wissenschaften der Freien Universität Berlin: „Von der Biosphäre lernen – Die Zukunft der Technosphäre im Anthropozän?“
    Johannes Bischoff, Doktorand, Fritz-Haber-Institut / Freie Universität Berlin, Molekülphysik: „Neues aus der Mikrowellenforschung – Wie uns eine Mikrowelle für linkshändige Moleküle etwas über den Ursprung des Lebens sagen kann“
    Moderation: Prof. Günter M. Ziegler, Präsident der Freien Universität Berlin
  • Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Aufgrund der beschränkten Anzahl an Besucherinnen und Besuchern wird empfohlen, sich vorab ein Ticket zu reservieren.

Open-Air-Ausstellung bis zum 22. August

Folgende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Freien Universität Berlin sind Text-, Bild- und Videobeiträgen an der Ausstellung beteiligt:

  • Dr. Ingo Kirchner und Prof. Dr. Stephan Pfahl, Fachbereich Geowissenschaften, Thema: Klimamodelle und -simulationen
  • Prof. Dr. Christian Calliess, Fachbereich Rechtswissenschaft, Thema: Klima und Demokratie
  • Prof. Dr. Antonie Schmiz, Fachbereich Geowissenschaften, Thema: Reallabore
  • Alexa Keinert, Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften, Sonderforschungsbereich „Re-Figuration von Räumen“, Thema: Translokale Netzwerke und digitale Kommunikation
  • Prof. Dr. Stefan Schwarz, Fachbereich Veterinärmedizin, Thema: Multiresistente Bakterien und Zoonosen
  • Dr. Achim Brunnengräber, Forschungszentrum für Umweltpolitik, Freie Universität Berlin

 

Quelle: https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2021/fup_21_122-wissensstadt/index.html



Das „Regionalmanagement Berlin SÜDWEST“ (RMSW) ist im Rahmen des Wirtschaftsförderprogramms Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) je zur Hälfte aus Bundes- und Landesmitteln sowie einem entsprechenden Anteil des Bezirks Steglitz-Zehlendorf von Berlin finanziert.

Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie  Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung  Berlin Steglitz-Zehlendorf

Regionalmanagement Berlin SÜDWEST
Schloßstraße 48
Gutshaus Steglitz
12165 Berlin

T +49 (0)30-707 600 84
F +49 (0)30-707 600 26
info@rm-berlin-sw.de