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Jürgen Reiner, Geschäftsführer der Institut für Medizinische Diagnostik GmbH (IMD) in Berlin-Steglitz

Jürgen Reiner. Foto: Lorenz
Jürgen Reiner. Foto: Lorenz

12.03.2018: Jürgen Reiner, gebürtiger Bayer, fest in Berchtesgaden verwurzelt, setzt in Berlin erfolgreich auf nachhaltige Digitalisierung in der Gesundheitsbranche.
Vor sechs Jahren kam Jürgen Reiner nach Berlin. Seit fast vier Jahren ist er Geschäftsführer der unter dem Dach der Medicover GmbH entstandenen IMD Labore.

„Mein Weg dorthin war eher a-typisch“, erklärt er in seinem Büro an der Teltowkanalstraße in Berlin-Steglitz, mit direktem Blick auf den auf der gegenüberliegenden Uferseite aufragenden Charité-Campus Benjamin Franklin.

Unterwegs in Deutschland in Sachen Ablauforganisation, IT und Software
Im väterlichen Autohaus in Berchtesgaden qualifizierte er sich zum Einzelhandelskaufmann, KFZ-Mechaniker-Meister und Handelsfachwirt. „Dabei hatte es mir besonders die EDV in den Anfangsjahren angetan“, erinnert sich Jürgen Reiner.

1986 fand er tieferen Zugang in die IT/EDV-Branche, machte dementsprechende Fortbildungen und programmierte  schnell selbst erfolgreich. Zu seinen Auftraggebern gehörten u.a.  das Rationalisierungs-Kuratorium der Deutschen Wirtschaft (RKW) oder  im Bereich der IT-Bereich diverse Unternehmungen für Software-Entwicklung. Er wurde für fünf Jahre Projekt Manager der JDC Data GmbH und übernahm als Geschäftsführender Gesellschafter 1996 das väterliche Autohaus in Berchtesgaden, dessen Geschäftsführer er bis heute ist.

Als Technischer Manager im Automobilbereich arbeitete Jürgen Reiner ab 2003 über zwei Jahre bei der Incadea GmbH (Reynolds&Reynolds), einem führenden Systemhaus für Automobilhandels- und Serviceorganisationen speziell für IT.

Zum Gesundheitsbereich kam Reiner eher zufällig, als ein befreundeter Labormediziner ihn ansprach, ob er mit ihm zusammen in mittlerer Führungsebene einen Laborverbund mit aufbauen wolle. An der Seite des Laborarztes und Mitbegründers der SYNLAB-Gruppe Dr. Bartholomäus Wimmer entstand so in Augsburg die Synlab GmbH (spätere Synlab Holding GmbH) und Reiner wurde deren Prokurist.

Weiter ging es danach in Bochum:  Als Geschäftsführer der Vision4Health Deutschland GmbH & Co.KG sanierte er das auf labordiagnostische Software spezialisierte Unternehmen.

Dann kam Berlin: Mit seinem Eintritt in die „Synevo GmbH“ als Director IT & Operations im Jahr 2012 öffnete sich für Jürgen Reiner zugleich die Tür zum Labor des Instituts für Medizinische Diagnostik Berlin-Potsdam kurz IMD, bei dem er nun seit knapp vier Jahren als Managing Director viel bewirkt hat.

Die Synevo als „Dachmarke“ hat europaweit etwa acht Tausend Mitarbeiter und betreibt unter diesem Namen Labore in Osteuropa, nicht aber in Deutschland.

Foto: IMD
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Angekommen in der IMD GmbH
Das Institut für Medizinische Diagnostik nimmt als akkreditiertes Labor mit hohen, kontrollierten Qualitätsstandards im Berliner Südwesten einen wichtigen Platz ein und deckt etwa ein Drittel des Berliner Labormarktes ab. 1994 entstand es aus dem Zusammenschluss von fünf Berliner Laborgemeinschaften.

Mit seiner Labormedizin leistet das IMD mit seinen klinischen Untersuchungen einen wesentlichen Beitrag zur ärztlichen Diagnose. Anamnese und bildgebende Untersuchungen leisten darüber hinaus die eigenen Praxen in Berlin wie beispielsweise das „MVZ Medicover Berlin Mitte“ am Hausvogteiplatz.

Die Mitarbeiterzahl konnte sich unter der operativen Leitung Jürgen Reiners mehr als verdoppeln. Das Institutsteam in Steglitz zählt derzeit alleine 9 Fachärzte für Labormedizin, Mikrobiologie, Transfusionsmedizin sowie 15 Fachnaturwissenschaftler und rund 300 Mitarbeiter/innen.

Foto: IMD
Foto: IMD
Foto: IMD
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„Wir sind die fachärztlichen Spezialisten zwischen Patienten und behandelndem Arzt. Das gilt für den niedergelassenen Bereich ebenso wie für Krankenhäuser und die öffentlichen Einrichtungen“, betont Jürgen Reiner, der als erfahrener Stratege akribisch darauf achtet, Synergie-Effekte optimal zu nutzen, sei es in der Kommunikation untereinander, in Kooperation mit Universitätskliniken (wie der Charité-Universitätsmedizin Berlin) oder im Kontakt zum Partnerlaborverbund, der unter anderem aus Laboren in Berlin Mitte, in Potsdam, Greifswald, Frankfurt/ Oder und Rostock besteht. Um diese Kommunikation hürdenfrei zu ermöglichen, setzt er auf ein sicher verschlüsseltes EDV-Konzept, auf eine einheitliche Gerätelandschaft, reibungslose Logistik und stetes Wachstum. Es ist Jürgen Reiner mit seinem Team um Dr. Thomas Rasenack gelungen – auch dank zusätzlich eingesetzter Maschinen - in 2 1/2 Jahren die Präanalyse im Labor in der Steglitzer Nikolaistraße neu aufzustellen: mit einem Drittel weniger Personal kann nun in der Hälfte der Zeit mehr als das doppelte Probenmaterial analysiert werden. Rund 600 Berliner Ärzte nutzen bereits die elektronische Anforderungssoftware, die wertvolle Zeit zwischen Blutentnahme, Ergebnis und Diagnose sparen hilft und die Qualität der Untersuchungen stark erhöht.

Foto: IMD
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IMD – als Qualitätslabor weit über regionale Grenzen hinaus anerkannt
Auch Kunden aus dem europäischen Ausland, aus dem täglich etwa 1.000 Aufträge das Labor erreichen, wissen das IMD zu schätzen, nicht zuletzt wegen seiner geringen Fehlerrate von der Untersuchung bis zur Übertragung der Ergebnisse.  Das IMD deckt nahezu das gesamte Spektrum der Labormedizin ab und bietet rund 3.000 verschiedene Laboranalysen an, von der klassisch automatisierten Laboranalyse bis zur speziellen, nicht automatisierten Spezialdiagnostik, die in Handarbeit durch qualifizierte Mitarbeiter/innen erfolgt. Bis zu  12.000 Blut-, Speichel- und Stuhlproben erreichen täglich das Steglitzer Labor. Eine ausgefeilte Logistik garantiert ein eigener, zuverlässiger Kurierdienst.

Mehrere Säulen stützen das IMD: neben der Diagnostik wird der speziellen Immunologie viel Raum gegeben, die Prof. Dr. Rüdiger von Baehr, Vater des heutigen ärztlichen Leiters Dr. Volker von Baehr, bereits 2002 etablierte. Die Besonderheit - standarisierte Laboranalysen und Spezialanalytik unter einem Labordach – sind wichtiges Alleinstellungsmerkmal des IMD. Von den 300 Mitarbeitern/innen decken 65 den Bereich der speziellen Immunologie ab.

Foto: IMD
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Als qualifiziertes Speziallabor nimmt nicht zuletzt das von IMD-Gründer Dr. Frank-Peter Schmidt geleitete IHP (Institut für Hämostaseologie u. Pharmakologie GmbH) in der Siemensstraße mit seinem breiten Analysespektrum einen wichtigen Platz ein, wenn es darum geht, Fragestellungen zu Blutgerinnung, medikamentöser Therapieüberwachung, Vitaminen, Intermediaten und Hormonen zu beantworten.

Jährlich begleitet das IMD über eine eigene Abteilung 20-30 Studien und entwickelt immer neue Tests. Für kleine Biotech-Firmen, die über kein eigenes Labor verfügen, ist das IMD außerdem unverzichtbarer Dienstleister. Um diesen vielschichtigen Aufgaben auch zukünftig gerecht werden zu können, plant die Geschäftsleitung, im Umkreis des derzeitigen Standorts weiteren Laborraum zu schaffen.

Das Institut für Medizinische Diagnostik Berlin als angesehenes Unternehmen der Gesundheitswirtschaft zu festigen, technisch auf dem neuesten Stand zu halten, kaufmännisch zu sichern und weiter auszubauen, dafür steht Geschäftsführer Jürgen Reiner mit seiner vielschichtigen  Erfahrung und seinen richtungsweisenden Ideen. Er ist Motor für das IMD ebenso wie für Berlins Südwesten – auch wenn es ihn als waschechten Bayern dank guter Flugverbindungen zu den Wochenenden regelmäßig zu seiner Familie und in die Natur nach Berchtesgaden zieht.

Text: Jacqueline Lorenz

Kontakt und weitere Informationen unter:

IMD Institut für Medizinische Diagnostik Berlin-Potsdam GbR
Siemensstraße 26a
12247 Berlin-Steglitz

Telefon +49 (0)30 77001-322
info(at)imd-berlin.de

www.imd-berlin.de



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