Wirtschaft & Unternehmen - Innovationen heute

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Basierend auf diesem industriellen Erbe ist auch heute ein großer Anteil an Familien- und Traditionsunternehmen im Berliner Südwesten vertreten.
Wissenschaftliche Einrichtungen sind dabei ein äußerst wichtiger Wirtschaftsfaktor im Bezirk. Hohe Forschungsdichte im Berliner Südwesten, sehr enge Kooperation und Vernetzung der Unternehmen mit der Freien Universität und den zahlreichen im Bezirk ansässigen Forschungseinrichtungen bilden einen idealen Ort für die Entstehung von Ausgründungen, den sogenannten Spin-offs. Ein wichtiger Baustein ist dabei das neue Technologie- und Gründungszentrum Südwest. Für weitere Informationen zu diesem Thema klicken Sie bitte hier.

Die Wirtschaftszweige

Auf einer Gewerbe- und Industriefläche von 156 ha haben rd. 13.000 Betriebe mit 124,9 Tausend Beschäftigten* ihren Sitz im Berliner Südwesten.

So im Einzelnen:
-    Unternehmen des Tertiärsektors, zu dem Dienstleistungen, Selbständige, Handel und Handwerk gehören;  
-    Unternehmen im Sekundärsektor existieren insbesondere entlang der Wertschöpfungskette Gesundheitswirtschaft, Informations- und Kommunikationstechnik sowie Materialwirtschaft;
-    Prägnant ist die Dichte an Unternehmen der Gesundheitswirtschaft im weitesten Sinne, so auf den Gebieten:
o    der Medizintechnik, Pharmazie, Biotechnologie und Umwelttechnik und  
o    im medizinischen Bereich mit der Fertigung von Prothesen, Medizinische Zementforschung, Geräte für mechanische Herzunterstützung, Analysegeräte für den technisch-wissenschaftlichen Einsatz, biotechnische und pharmazeutische Produkte.
Hier einige Beispiele von Unternehmen, die seit vielen Jahren den Wirtschaftsstandort Südwest bereichern.

* Angaben laut Amt für Statistik Berlin-Brandenburg für das Jahr 2012

BANDELIN electronic GmbH & Co. KG

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Das Familienunternehmen blickt auf eine über 65-jährige Erfahrung auf dem Spezialgebiet der Ultraschalltechnik zurück. Ultraschallgeräte findet man sowohl in Arztpraxen als auch in der, z.B. chemischen oder metallverarbeitenden Industrie, bei der Anwendung von Desinfektions- oder Reinigungspräparaten, die auf allen Gebieten die höchsten Ansprüche an die Reinigung und an gereinigte Oberflächen stellen. Das Spezialgebiet wird von Bandelin seit 1949 bearbeitet und mit über 20 Patenten und Gebrauchsmustern sowie 28 angemeldeten Marken verteidigt. Prompte Lieferfähigkeit und Liefertreue, in den 1980er Jahren erheblich erweiterte Fertigungsflächen und hohe Innovationskraft der Beschäftigten, sind Grundlage des Erfolges. Die Firma versteht sich als Vorreiter bei der Entwicklung neuer Ultraschallgeräte und der Erschließung neuer Anwendungsbereiche. Sie unterstützt verschiedene Gremien bei der Erarbeitung neuer Normen und Richtlinien. BANDELIN electronic ist einziger Komplettanbieter von Ultraschallgeräten und Desinfektions- und Reinigungspräparaten mit Zulassungen und Zertifizierungen nach EN ISO 9001 und der EN ISO 13485 für Medizinprodukte. Die Bandelin-Produktmarken SONOREX, SONOPULS und SONOMIC werden in Fachkreisen mit dem Begriff Ultraschall gleichgesetzt.

Berlin Heart GmbH

Das in Steglitz ansässige Unternehmen wurde 1996 als Mediport Kardiotechnik GmbH durch das Deutsche Herzzentrum Berlin und private Investoren gegründet. Gesellschaftszweck der Berlin Heart GmbH sind die Entwicklung, Produktion und Vermarktung innovativer Systeme für die mechanische Herzunterstützung. Abgedeckt wird die gesamte Bandbreite der medizinischen Indikationen für Patienten aller Altersklassen vom Neugeborenen bis zum Erwachsenen. Damit gehört das Unternehmen zu den Marktführern der Branche weltweit und will durch internationale strategische Partnerschaften weiter expandieren. Als ein Garant des Erfolges der geleisteten und noch zu bewältigenden Arbeit ist die enge Kooperation mit drei der weltweit führenden Herzzentren: dem Deutschen Herzzentrum Berlin, dem Hospital for Sick Kids in Toronto und dem Texas Children’s Hospital in Houston, USA.
Welche hohe Anerkennung die Arbeiten des Unternehmens genießen, wird dann deutlich, wenn über den Einsatz der Produkte an Kleinkindern berichtet wird. So an Kindern, die das noch vor ihnen liegende lange Leben dem Umstand verdanken können, dass es das kranke Herz unterstützende Pumpen gibt, die man einsetzen kann, bis sich ein neues Herz zur Transplantation in den kleinen Körper findet.

Biochrom AG

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Die Biochrom AG wurde im Jahr 1981 gegründet und ist inzwischen einer der großen europäischen Hersteller von Medien und Seren für die Kultur tierischer und menschlicher Zellen.
Das Unternehmen beliefert weltweit seine Kunden mit Medien für die Zellkultur und mit sterilen Lösungen für die pharmazeutische Produktion; es ist Ansprechpartner für Machbarkeitsstudien hinsichtlich neuer Medienrezepturen. Aktuelle Forschungsprojekte dienen vorrangig der Optimierung von Medien; an deren Neu- und Weiterentwicklung arbeitet Biochrom in zahlreichen Forschungskooperationen mit universitären Einrichtungen und biotechnologisch arbeitenden Unternehmen zusammen.

Zimmer Biomet Deutschland GmbH

Foto: ZimmerBiomet
Foto: ZimmerBiomet

Das Unternehmen Zimmer Biomet entstand 2015 durch Fusion der führenden Medizintechnikhersteller Zimmer und Biomet. Biomet wurde 1977 in den USA gegründet. Im Laufe des Expansionsprozesses ist Biomet zu einem internationalen Unternehmen gewachsen. Die deutsche Biomet-Niederlassung befand sich bis zur Fusion im Berliner Südwesten. Berlin ist auch weiterhin ein Standort des fusionierten Unternehmens. Spezialisiert hat sich das Unternehmen auf Entwicklung und Produktion von hochwertigen und langlebigen Implantaten für die Orthopädie und Unfallchirurgie. Zur Produktpalette gehören darüber hinaus: Biomaterialien, Knochenzemente, Produkte für die Neuro- und Wirbelsäulenchirurgie, Traumatologie, Sportmedizin, Herz/Thorax – sowie Mund-Kiefer-Gesichts-Chirurgie. Die lange Tradition und die ununterbrochene Weiterentwicklung innovativer Technologien haben zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern aus dem Gesundheitswesen geführt.

Bogen Elektronic GmbH

Foto: Bogen Elektronic GmbH

Das seit 1951 bestehende Unternehmen Bogen Elektronic GmbH entwickelt und produziert Magnetköpfe für anspruchsvolle Anwendungen und erarbeitet kundenspezifische Lösungen. So z.B. magnetische Maßstäbe und Messsysteme zur berührungslosen Positionserfassung für lineare und rotative Anwendungen oder kundenindividuelle Magnetköpfe zum Schreiben und Lesen von Informationen auf Datenträgern wie Tickets, Banknoten und Schecks. Für das Unternehmen stellte das Jahr 1995 mit der erfolgreichen Markteinführung eines innovativen Magnetisierungsverfahrens einen Meilenstein seiner Innovationskraft dar. Damit gelang der Durchbruch zu einem international anerkannten Spezialisten auf diesem Gebiet.

Herbst Umwelttechnik GmbH

Das Unternehmen ist seit über 20 Jahren im Dienste der Umwelttechnologien tätig und bearbeitet diesen Geschäftsbereich als Ingenieurgesellschaft, die verfahrenstechnische Anlagen u. a. zur Gas-, Wasser- und Schlammaufbereitung baut. Das Spektrum ist für die eher kleinere Ingenieurgesellschaft bemerkenswert breit und umfassend angelegt. So werden Anlagen auf dem Gebiet der Gewässersanierung - mechanische als auch chemische/adsorptive Aufbereitungsverfahren - konzipiert, errichtet und betreut. Zu ihrem Sonderverfahren zählt das Unternehmen Anlagen zur Uran- und zur Schwefelwasserstoffabscheidung sowie zur Deponiegasaufbereitung. In jüngster Zeit  spezialisierte sich die Herbst Umwelttechnik GmbH auf die Abscheidung von Schwefelwasserstoff, Phosphaten, Arsen und organischen Siliziumverbindungen wie z.B. Silane und Siloxane. Und last but not least werden auch Silo- und Dosieranlagen u.a. für Polymere gebaut. Das Leistungsspektrum umfasst neben Planung und Bau der Anlagen auch die Wartung der Anlagen; in der heutigen Zeit ein ganz wichtiger Aspekt des Dienstleistungsgedankens und für die Auftragsakquisition.

HEYL Chemisch-pharmazeutische GmbH & Co. KG

Das konzernunabhängige Familienunternehmen besteht seit 1926 und hat seinen deutschen und internationalen Hauptsitz im Berliner Südwesten, in der Goerzallee. Unternehmenspolitik ist die Konzentration auf Spezialgebiete und Nischen. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in Zusammenarbeit mit den internationalen Tochtergesellschaften in der Zulassung und Vermarktung von Arzneimitteln und im Vertrieb von pharmazeutischen Wirkstoffen und Spezialchemikalien. In Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Forschungsinstituten und Universitäten wurden eine Reihe von Antidota entwickelt. Dabei handelt es sich um hochwirksame Arzneimittel, die gegen Vergiftungen durch Thallium, Arsen, durch Schwermetalle (Quecksilber, Blei) oder durch radioaktive Isotope wie Radiocäsium oder Plutonium eingesetzt werden. Antidota gehören zusammen mit den Antirheumatika, Antibiotika, Lebertranpräparaten und Vitaminen zu den fünf strategischen Hauptgeschäftsfeldern des Unternehmens.

Karl Dieringer Blechbearbeitung

Foto: Karl Dieringer Blechbearbeitung

Der mittlerweile in der vierten Familiengeneration geführte 110 Jahre alte Betrieb ist ein Beweis dafür, dass die Grenzen zwischen industrieller Fertigung und industriell orientierten Handwerksunternehmen nahezu fließend geworden sind. Denn der Handwerksbetrieb Karl Dieringer ist mit seinen 45 Beschäftigten eines der leistungsstärksten und erfolgreichsten Blechbearbeitungsunternehmen im Berliner Raum, ausgestattet mit der modernsten Bearbeitungstechnik; dies wird auch bestätigt durch preisgekrönte Arbeiten, wie der Deutsche Fassadenpreis 2009 belegt. Im Fokus des Betriebes steht die Fertigung und Montage hochwertiger und komplexer Metallfassaden und –bedachungen und die Auftragsblechbearbeitungen, die Bauteile mit hochkomplexen Konstruktionen und Strukturen einschließen. Bei den Metallfassaden sind die Arbeitsergebnisse des Betriebs u.a. am Mauerpavillion an der Bernauer Str., am Boulevard Berlin und dem Hotel Berliner Hof, an den Choriener-Höfen, dem Hackeschen Quartier Berlin, an einem Bürohaus in der Lietzenburger Straße und am Leipziger Platz zu sehen. Als prominentestes Schauobjekt bei den Metalldächern von Karl Dieringer ist zweifellos die Berliner Philharmonie zu nennen, aber auch die Sternwarte Babelsberg und das Gebäude von BESSY, der Berliner Elektronenspeicherring-Gesellschaft für Synchrotronstrahlung. Nicht zuletzt befinden sich die Wetterschutzgitter bzw. die Lüftungslamellen der Firma am Kanzleramt und am Ritz-Carlton-Hotel.

Karl Schuke Berliner Orgelbauwerkstatt GmbH

Foto: Karl Schuke Berliner Orgelbauwerkstatt

Dass der Berliner Südwesten für seinen guten Ton bekannt ist, mag auf den ersten Blick überraschend klingen. Wenn aber der Blick auf die Karl Schuke Berliner Orgelwerkstatt fällt, dürften auch die größten Kritiker verstummen und sich an den Ergebnissen dieses Unternehmens erfreuen. Denn auch in der nunmehr dritten Generation ist der Name weiter ein Begriff für Orgeln, die ihre Heimat von Berlin aus in der ganzen Welt  gefunden haben. Für Kontinuität in der Qualität sorgen 30 Beschäftigte und Auszubildende, für deren qualifizierte Ausbildung das Unternehmen von der IHK schon mehrfach zu einem der besten Ausbildungsbetriebe gewählt wurde. Die Orgeln des Unternehmens stehen u.a. in der Berliner Philharmonie,  den Philharmonien in Luxemburg, Warschau, Bilbao, Krakau oder der Universität in Denver. Nahezu 600 Orgeln, darunter rd. 350 Kirchenorgeln unterschiedlicher Größen haben den Namen der Firma in alle Welt getragen – neben den Ländern Europas nach Asien, Australien, Russland, Südamerika, den USA und Israel. Selbstverständlich gehören die fachkundige Pflege und Wartung und die notwendigen Restaurationsarbeiten  hinzu – auch diese Arbeiten sind garantiert durch die Fachleute des Unternehmens.

Knick Elektronische Messgeräte GmbH & Co. KG

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Firmengründer Dipl.-Ing. Ulrich Knick bewies 1945 großen Mut zum Risiko, als er sich zur Gründung seiner Firma entschloss und mit der Herstellung hochgenauer nullpunktstabiler Gleichstromverstärker begann: Grundlage für die Fertigung zuverlässiger Labor-pH-Meter und anderer Präzisionsprodukte. Seit dieser Zeit ist der Name Knick Synonym für eine außerordentliche Qualität in der Herstellung elektronischer Messgeräte. Von den über 130 Beschäftigten ist jeder vierte im Bereich Forschung und Entwicklung tätig und trägt als Teil der Gesamtmannschaft dazu bei, dass der Name Knick auf einer Vielzahl von Patenten beruhend in vielen Spezialbereichen der Mess- und Regelungstechnik Marktführer ist. Die Produktpalette reicht von Trennverstärkern über Messumformer, Analysengeräte und –messsysteme bis zu Sensoren, Armaturen und Laborgeräten.
Das mit seinem Stammsitz in Zehlendorf verankerte Unternehmen verfügt über Niederlassungen in Frankreich, Brasilien und den USA. Seine Position in Asien wird durch die Neueröffnung einer 100%igen Tochtergesellschaft in Shanghai wesentlich verstärkt. Ob sich das der Firmengründer 1945 erträumt hat?

KT-Elektronik, Klaucke und Partner GmbH

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Der Wille zur Existenzgründung, der sich durch das im Entstehen befindliche Innovations- und Existenzgründungszentrum an der Fabeckstr. ausdrückt, ist kein Ereignis der jüngsten Geschichte; Existenzgründer gibt es solange, wie es die Menschheit gibt. Beispielhaft dafür stehen auch die vier  Elektrotechnik-Studenten, die 1981 die Firma KT-Elektronik gründeten und heute mit 23 Beschäftigten, darunter 11 Ingenieuren und Informatikern in Steglitz ihre Entwicklungs- und Fertigungsstätten haben. Der Fokus liegt in der Entwicklung und Herstellung von Geräten für umweltverträgliche Technologien. Haupteinsatzgebiete sind die Heiztechniken und die Gebäudeautomation, so auf dem Gebiet der erneuerbaren Energiequellen. Produktbeispiele sind Regler für Solaranlagen, Heizungen und Heizungskessel, Wärmepumpen und Frischwasser. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Entwicklung von Komponenten für Flüssigkeitsmengenzähler in der Milchwirtschaft.  
KT-Elektronik schloss im Rahmen der Vermarktung von elektronischen Heizungsreglern eine strategische Partnerschaft mit der Samson AG, Frankfurt/Main, die in ihrer Gruppe insgesamt 3.400 Beschäftigte hat.  

Merete Medical GmbH

Foto: Merete Medical GmbH

Das 1996 gegründete Familienunternehmen mit seinem Sitz im Berliner Südwesten und einer weiteren Produktionsstätte in Luckenwalde entwickelt und produziert im Bereich Medizintechnik Implantate zur Hüftrevision, für die Fuß-Chirurgie und zur Versorgung von großen Knochendefekten, Knochentumoren, periprothetischen Frakturen und Trauma an. Der Unternehmensgründer Emmanuel Anapliotis gehört zu den Pionieren der modernen orthopädischen Implantate-Industrie in Deutschland. Zahlreiche Patentanmeldungen der Firma zeugen von innovativen Fertigungstechnologien sogar auf Wunsch einer individuellen Implantat-Sonderanfertigung. So wurde Merete Medical GmbH 2009 im Rahmen eines Projektes der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ prämiert.

Schempp & Decker Präzisionsteile und Oberflächentechnik GmbH

Foto: diehl.com

Das in Lichterfelde ansässige Unternehmen wurde 1947 gegründet und gehört heute zur Diehl Metal Applications GmbH, die ebenfalls ihren Hauptsitz in Berlin hat und zur Diehl Stiftung & Co. KG der Familie Diehl gehört. Zusammen mit dem zweiten Standort in Teltow, verfügt das Unternehmen über 500 Beschäftigte und macht einen Umsatz von 90 Mio. €.
Die Produktpalette beginnt mit dem Gießen und Walzen von NE-Metallen und setzt sich über die Stanz-, Einpress- und Galvanisiertechnik fort. Mit der Präzisionsstanztechnik hat man sich auf technisch komplexe Produkte fokussiert. Von besonderem Interesse für die Automobiltechnik ist die lötfreie Verbindungstechnik – die Schempp & Decker Einpresszonen. Hinzu kommen die Metall-Kunststoff-Verbunde und das weite Gebiet der Beschichtungstechnik.

Steiner & Co. Deutsche Arzneimittel GmbH & Co. KG

Foto: Steiner Arzneimittel

Das konzernunabhängige mittelständische Pharmaunternehmen ist inhabergeführt und hat seinen Sitz in Lichterfelde; gegründet wurde das Unternehmen in der unmittelbaren Nachkriegszeit 1945. Der seinerzeit besonders erforderliche unternehmerische Mut blieb dem Betrieb erhalten, denn sein auch heute bestehender Expansionsdrang in einem harten, globalen Markt, insbesondere im Pharmabereich, entspricht dem „spirit“ des damaligen Existenzgründers. Das Unternehmen mit seinen 90 Beschäftigten produziert und vertreibt ein ständig wachsendes Sortiment von apothekenpflichtigen pflanzlichen Präparaten und rezeptpflichtigen Arzneimitteln; am Standort Berlin werden zudem höchst anspruchsvolle Antibiotika für den Bedarf in der ganzen Welt produziert. Das Produktionsspektrum reicht von Beruhigungsmitteln, Antidepressiva und Durchblutungsmitteln über Rheuma-, Gallenwegs-, Magen-Darm-Mittel bis zu den Erkältungsmitteln. Steiner Arzneimittel ist aber nicht nur Hersteller und Anbieter hochwertiger Phytopharmaka, das Unternehmen bietet sein Know-how zur Herstellung und Konfektionierung pharmazeutischer Produkte auch anderen Herstellern an.

KNAUER Wissenschaftliche Geräte GmbH

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Ausgezeichnet mit dem Innovationspreis Berlin 1985 hat sich der 1962 von dem Ehepaar Knauer gegründete, in Zehlendorf  ansässige Spezialist von Anlagen und Modulen der Hochleistungsflüssigkeitschromatografie zu einem mit 70% Exportanteil weltweit agierenden Unternehmen entwickelt, das in 60 Ländern vertreten ist. Das Produktionsspektrum der KNAUER Wissenschaftliche Geräte GmbH umfasst auch die  HPLC-Trennsäulen, Systeme zur Biochromatographie, SMB-Anlagen und Mehrsäulenanlagen zur Isolierung einzelner Komponenten aus komplexen Mischungen, Software zur Steuerung aller Systemkomponenten, sowie Osmometer. Die von den rd. 100 Beschäftigten gefertigten Produkte finden Verwendung  in Medizin, Pharmazie, Chemie und Umweltschutz.
Was die Eltern vorlebten, konnte Tochter Alexandra mit dem Innovationspreis Berlin-Brandenburg 2013 der Öffentlichkeit eindrucksvoll bestätigen. Sie erhielt diese Auszeichnung am 09. Dezember 2013 für die fortgesetzte Innovationskraft des Hauses Knauer, die mit dem preisgekrönten Contichrom System die hochkarätig besetzte Jury überzeugte. Die Auszeichnung betrifft ein innerhalb der letzten vier Jahre entwickeltes Produkt, das Biomoleküle, z.B. therapeutische Proteine, in einer um bis zu 50% höheren Ausbeute und Reinheit trennen kann, als dies herkömmliche Flüssig-Chromatographen vermögen.



Das „Regionalmanagement Berlin SÜDWEST“ (RMSW) ist im Rahmen des Wirtschaftsförderprogramms Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) je zur Hälfte aus Bundes- und Landesmitteln sowie einem entsprechenden Anteil des Bezirks Steglitz-Zehlendorf von Berlin finanziert.

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