WebKiez Lichterfelde-Lankwitz und sein „grey haired“-Gründerteam

Treten für die nachhaltige WebKiez GmbH kräftig in die Pedale: Rainer Frohloff (l.) und Herbert Haberl. Foto: © WebKiez
Treten für die nachhaltige WebKiez GmbH kräftig in die Pedale: Rainer Frohloff (l.) und Herbert Haberl. Foto: © WebKiez

14.06.2019: Mit dem Elektro-Lastenrad unterwegs Richtung Smart City
Genial lokal – unter diesem Motto startete im Kiez Lichterfelde-Lankwitz Ende 2017 ein Pilotprojekt, das sich inzwischen zum erfolgreichen Geschäftsmodell entwickelt hat, ohne dabei ökologische und soziale Aspekte außer Acht zu lassen.

In erster Reihe der aus der WebKiez UG im Jahr 2018 gegründeten WebKiez GmbH steht - wie es sich selbst bezeichnet – ein „grey haired“ Startup-Team ehrbarer Kaufleute. Das hat sowohl mit viel Empathie und Leidenschaft als auch mit jahrelanger Erfahrung eine digitale, logistische und dienstleistende Infrastruktur auf die Beine gestellt und stärkt damit nachhaltig und fair das lokale Gewerbe und die Lebensqualität des Kiezes, „der kleinen Heimat in der Stadt“.

Unterwegs für den stationären Handel, mit KiezEngeln, Elektro-Lastenrad und ihrer durchdachten Logistik sind die beiden Geschäftsführer Rainer Frohloff und Herbert Haberl gemeinsam mit dem Provider für digitale Infrastruktur Hendrik Tesche  vom Berliner Südwesten aus mit ihrem Projekt auf gutem Weg in weitere Kieze Berlins und Deutschlands. 2018 wurde ihre Geschäftsidee beim Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg als eine der besten Deutschlands ausgezeichnet und lässt positiv in die Zukunft blicken.

Smarter mit grünem Fußabdruck

„Der Endverbraucher steht im Mittelpunkt und ist unser „Hebel“, an dem wir ansetzen“, erklärt Ideengeber und Kopf des Gründerteams Rainer Frohloff das nachhaltige Geschäftsmodell, in das er und seine Kollegen „viel eigenes Holz“ gesteckt habe und mit dem er den „grünen Fußabdruck“ anstrebt.

Sein Pilotprojekt lässt von seinem Kiez Lichterfelde-Lankwitz ausgehend  die Hauptstadt ein gutes Stück effizienter, technologisch fortschrittlicher und sozial inklusiver werden und unterstützt so die Smart-City-Strategie der Zukunftsstadt Berlin.

Foto: © Lorenz
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Die WebKiez GmbH, für die sich u.a. auch die IHK und der Handelsverband Berlin-Brandenburg HBB stark machen, ist mit zwei Projekten in Berlin gestartet (Lichterfelde-Lankwitz und Pankow-West). Das Projekt Lichterfelde-Lankwitz umfasst das Gebiet rund um den Bahnhof Lichterfelde-Ost bis Bahnhof Lichterfelde-West und Lankwitz. Es umfasst ein Gebiet mit einem Aktionsradius von etwa sechs Kilometern. In diesem Bereich mit den Postleitzahlen 12203, 12205, 12207, 12209, 12247 und 12249 haben sich inzwischen 50 Kiez-Händler mit ihren speziellen Angeboten dem Projekt angeschlossen; die Teilnehmerzahlen steigen. Für dieses Areal gilt auch der Lieferservice per Elektro-Lieferrad.

Über das Internetportal www.lila.webkiez.de können sich lokale Händler präsentieren und lokale Dienstleister ihr Angebot für die Kiezbewohner online auf einem digitalen Marktplatz einstellen. Dabei zeigen sie eine Art Schaufenster und mit dem später noch folgendem "Kaufhaus" das aktuelle Händler-Angebot sowie besondere Aktionen.

Rund um die Uhr können sowohl online wie auch telefonisch bei WebKiez Waren geordert werden. Die bestellten Waren werden zeitnah und umweltfreundlich ins Haus geliefert. Auch wenn bei mehreren Händlern bestellt wurde, gibt es nur eine Lieferung und der Endkunde zahlt in nur einer Rechnung.

Foto: © Lorenz
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KiezEngel liefern Waren plus Lebensqualität
Und auch das klappt: "Kauf doch ein, wir bringen es", ruft WebKiez dem Endverbraucher zu und wendet sich mit seinem umweltfreundlichen und sozial engagierten Einkauf- und Lieferservice per Elektro-Hollandrad an alle Käufer-Generationen: Einkaufszettel per Telefon, Fax oder E-Mail durchgeben, und noch am selben Tag liefert ein KiezEngel mit dem Lieferrad, das 100 Kilo Zuladelast erlaubt, bis an die Haustür - vom frischen Brot bis zum Medikament aus der Apotheke. Kein Problem ist dabei der Einkauf bei verschiedenen Händlern, die KiezEngel erledigen auch das zuverlässig und freundlich, und der Endkunde zahlt die Rechnung plus 8 bis 15 Euro Liefergebühr je nach Angemessenheit. Für diese ressourcensparende Einkaufsvariante haben sich bereits etliche Stammkunden aus dem Kiez entschieden.

"Damit machen wir auch das Leben und das Miteinander im Kiez lebendiger und sozialer", erklärt Rainer Frohloff, der sich mit WebKiez u.a. für das Seydlitzstraßenfest und andere soziale Projekte einsetzt. Sein nachhaltiges Geschäftsmodell wendet sich mit persönlichem Gespräch und fairem Miteinander ebenso an ältere Menschen, denen durch fehlende Sozialkontakte Vereinsamung droht, wie an beruflich stark beschäftigte Menschen, die kaum Zeit zum entspannten Einkaufen finden.

Der Weg ist das Ziel
Was im Kiez Lichterfelde-Lankwitz des Berliner Südwestens so erfolgreich begann, hat den berechtigten Anspruch, als Geschäftsmodell auch in weitere Kieze vorzudringen: Etwa 30 für das Konzept geeignete Berliner Kieze fallen Frohloff da schon auf Anhieb ein. So hat WebKiez inzwischen auch in Pankow-West Einzug gehalten. Und außerhalb der Hauptstadt ist das Geschäftsmodell – strukturbedingt etwas anders konzipiert -  in Stuttgart angekommen.

Die WebKiez GmbH stellt entgeltlich für Interessenten, die in ihrem Kiez einen WebKiez gleichen Modells ins Leben rufen möchten, die dazu notwendige digitale Infrastruktur mit Franchise-Handbuch sowie praxisnahem Vertriebs- und Maketing-Material zum selbstständigen Aufbau, für Finanzierung und Betrieb eines WebKiezes zur Verfügung.

Das WebKiez-Team vor Ort in Berlin ist indessen – sowohl finanziell als auch ideell – mit der Erweiterung seines Erfolgsprojektes beschäftigt: So stehen Überlegungen an, die derzeitige Elektro-Lieferradflotte mit Rädern höherer Zulade-Zulassung zu erweitern, um umweltfreundlich und nachhaltig Waren-Paletten auch zu den Händlern liefern zu können, Thema „last mile“ (letztes Wegestück beim Transport der Ware zur Haustür des Kunden).

Foto: © WebKiez
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Die Kümmerer der WebKiez-Gemeinschaft

Rainer Frohloff: Das Lieblingszitat des Ideengebers und Geschäftsführenden Gesellschafters der WebKiez GmbH ist passend: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!“ (Erich Kästner)

Der waschechte Berliner, der in Berlin-Lankwitz aufwuchs und heute am Marienplatz in Berlin-Lichterfelde lebt, wollte eigentlich Stadtplaner werden. Doch auch die Fotografie hatte es ihm angetan. So wurde das elterliche WC die erste Dunkelkammer des Gymnasiasten.

Professioneller wurde es später am Lette-Verein Berlin, wo Rainer Frohloff eine strenge, aber vorbildliche Ausbildung zum Fotografen absolvierte. Ein Studium der Foto-Technik an der Hochschule der Künste folgte der Fotografen-Ausbildung. Noch während seines Studiums eröffnete Rainer Frohloff sein erstes Fotofachgeschäft nahe dem Tannenberg-Gymnasium in Berlin-Lichterfelde. Weitere internationale Geschäftsniederlassungen folgten sowie Foto-Studios in namhaften Kaufhäusern. Das Foto-Stammgeschäft von Rainer Frohloff, das er schließlich einem Mitarbeiter übergab, liegt seit über 40 Jahren in Lichterfelde-Ost.

Frohloff, dem „Rasen mähen und Rosen schneiden zu wenig“ ist, gibt inzwischen Foto-Kurse an der Volkshochschule. Die analoge Fotografie begeistert zunehmend wieder auch die Digitalgeneration.

Der seit über 40 Jahren engagierte Einzelhändler und Unternehmer ist in zahlreichen Gremien und Wirtschaftsverbänden anzutreffen. Er ist u.a. IHK-Vollversammlungsmitglied, im Arbeitskreis Ehrbarer Kaufleute tätig und Unternehmens- und Ausbildungsbegleiter.

Mit seiner Geschäftsidee vom WebKiez ist er seinem früheren Berufswunsch Stadtplaner zu werden, ein gutes Stück näher gekommen.

Herbert Haberl: Als weiterer Geschäftsführender Gesellschafter der WebKiez GmbH leitet er seit Anfang 2019 mit viel Leidenschaft den WebKiez Pankow-West, denn

sein Lieblingszitat lautet: „Das Älterwerden hat einen Sinn, wenn es mehr Klarheit bringt und die Leidenschaft bleibt.“

Der Berliner mit bayrischem Hintergrund genießt gerne, setzt sich aber mindestens ebenso leidenschaftlich für eine intakte und gerechte Welt ein.

Er ist u.a. Gründer und Inhaber der HABERL Unternehmensdienste, der Akademie für Empathie, Agentur für Erledigungen.

Engagiert im Wirtschaftsleben ist er u.a. im Bundesverband mittelständischer Wirtschaft,  im IBVVF Institut für Betriebsberatung, Wirtschaftsförderung und –Forschung e.V. sowie in der Deutschen Asien-Pazifik Gesellschaft und im Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland e.V.

Mit seiner Leidenschaft und Erfahrung für die Umsetzung von Ideen und Neuerungen ist Herbert Haberl in der WebKiez GmbH genau richtig.

Hendrik Tesche: Gesellschafter und Provider digitale Infrastruktur der WebKiez GmbH.

Der gebürtige Kölner wuchs in Bückeburg (nahe Hannover) auf. Er bezeichnet sich als liberalen Geist und studierte Betriebswirtschaft.  Er hat sein eigenes Zitat, nach dem er lebt:

„Ich bin davon überzeugt, dass ein nach vorne gewandtes und von Neugier geprägtes Leben in Freiheit und Selbstverantwortung am besten gedeiht.“

Tesche ist Fachmann der IT-Branche und erfolgreicher IT-Unternehmer, der sich für den Ausbau und die rasche Entwicklung der Digitalisierung einsetzt – auch in der WebKiez GmbH.


Text: Jacqueline Lorenz

Kontakt und weitere Informationen unter:

WebKiez Lichterfelde-Lankwitz
www.lila.webkiez.de

WebKiez GmbH
Beuthstraße 23
13156 Berlin

Telefon 030 – 610 819 100
Mail: hallo(at)webkiez.de

www.webkiez.de



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