News & Termine


Dr. Georg Wittenburg, Gründer und CEO der Inspirient GmbH

Dr. Georg Wittenburg, CEO. Foto: © Inspirient
Dr. Georg Wittenburg, CEO. Foto: © Inspirient

23.04.2019: Künstliche Intelligenz zur Geschäftsdatenanalyse

Das Berliner Startup Inspirient unterstützt als Dienstleister Unternehmen bei der aufwendigen Geschäftsdaten-Analysearbeit „Dazu will ich die Inhalte, die ich aus der Forschung bezogen habe, weiter vorantreiben und umsetzen“, erklärt Dr. Georg Wittenburg sein Motiv für die im Juni 2016 gegründete Inspirient GmbH. An der Realisierung arbeitet er seit 2014 und konnte 2015 Dr. Guillaume Aimetti als Mitgründer hinzugewinnen. Gemeinsam leiten die beiden Informatiker die Entwicklung der automatisierten Daten-Plattform.

Das junge Unternehmen hat seit Ende 2018 seinen Sitz im sanierten Gründungshaus der Freien Universität strategisch günstig in Berlin-Dahlem. Sie sitzen Tür an Tür mit der Serviceeinrichtung der Freien Universität „Profund Innovation“ und in direkter Nachbarschaft zum künftigen Business and Innovation Center, dem FUBIC.

Das Inspirient-Team: Mit Künstlicher Intelligenz und Datenanalyse den Markt erobern. Foto: © Lorenz
Das Inspirient-Team: Mit Künstlicher Intelligenz und Datenanalyse den Markt erobern. Foto: © Lorenz

Inspirient bietet mit seinem sechsköpfigen Start up-Team in kürzester Zeit die Analyse geschäftlicher Datensätze mithilfe Künstlicher Intelligenz an

Von der Idee zum Markt - die Macher
Der aktuelle Inspirient-Standort in Berlin-Dahlem kommt nicht von ungefähr: quasi „next door“ promovierte Gründer Georg Wittenburg an der Freien Universität Berlin mit Forschungsarbeiten zu Themen der verteilten Systeme und Mustererkennung. Im Jahr 2012 wechselte er dann als Unternehmensberater zur Boston Consulting Group (BCG). Seine Aufgabe dort lag in der  Beratung internationaler Großkonzerne zu Themen wie  IT-Strategie, Organisation oder Sourcing, Innovation und Projektplanung. Im „BCG Strategy Institute“ in New York – dem firmeninternen Think Tank – untersuchte Dr. Wittenburg auch die Implikationen und Anwendungen von algorithmischem Denken und Modellierung auf Unternehmensstrategien. Die Resultate daraus flossen in Veröffentlichungen der Boston Consulting Group ein.

Dr. Guillaume Aimetti, CTO. Foto: © Inspirient
Dr. Guillaume Aimetti, CTO. Foto: © Inspirient

Dr. Guillaume Aimetti studierte Music Systems Engineering an der University of West of England. Er promovierte 2011 an der University of Sheffield in Informatik. Seine Schwerpunkte waren Maschinelles Lernen (ML) und Anwendungen in der automatischen Spracherkennung. Eine seiner acht Publikationen wurde auf einer internationalen Konferenz als „Best Studend Paper Award“ ausgezeichnet. Dr. Aimetti bringt Startup-Erfahrung aus dem Vereinigten Königreich mit. Als Software-Entwickler bei RealityMine (Technologieunternehmen mit Hauptsitz in Manchester) entwarf er  „opt-in-“ Datenerfassungssysteme zur Analyse von Kundenverhalten auf mobilen Endgeräten. Anschließend beriet er bei Deloitte internationale Konzerne zu Themen wie IT-Strategie und –Implementierung sowie zu Cloud-basierten Analytics-as-a-Service Technologien. Für einen DAX-30-Konzern arbeitete er dann an der Weiterentwicklung der Datenanalytik-Funktion – mit dem Ziel, internen Experten agile Big-Data-Analysen zur quantitativen Beantwortung kritischer Geschäftsfragen zu ermöglichen.

In ihrem Startup-Unternehmen Inspirient bringen die beiden Daten-Experten Dr. Wittenburg und Dr. Aimetti nun ihr breites Wissen und die Erfahrungen aus ihrer bisherigen Forschungs- und Beratungsarbeit ein. Sie arbeiten in einem vierköpfigen Team, das sich aus Informatikern und technikversierten Mitarbeitern im Vertriebs- und Managementbereich zusammensetzt. Unterstützt werden sie außerdem von zwei Studierenden der Freien Universität Berlin.

Inspirient 2-minute Hands-on Demo. Foto: © Inspirient, YouTube
Inspirient 2-minute Hands-on Demo. Foto: © Inspirient, YouTube

Datenanalyse mit Künstlicher Intelligenz binnen Minuten
Interessierten Unternehmen bietet Inspirient an, ihre strukturierten Daten (in Form von Datenbanken oder auch einfach Excel-Tabellen) bei sich vor Ort oder auf der Inspirient-Plattform untersuchen zu lassen. Innerhalb kurzer Zeit erstellt das mit einem weitgehend automatischen Ansatz arbeitende Inspirient-System für den jeweiligen Kunden neue Tabellen und Grafiken mit aussagekräftigen Analyse-Ergebnissen. Neben Zeit- und Kostenersparnissen reduziert dies auch die  Abhängigkeit von externen Spezialisten.

Auch werden die Ergebnisse durch die automatische Analyse exakter. Dr. Wittenburg dazu: „Die Prozessgenauigkeit erhöht sich mit Künstlicher Intelligenz, woran sich die Mitarbeiter im Unternehmen manchmal erst gewöhnen müssen.“

Als einfache Beispiele für  Unternehmensbereiche, in denen die Inspirient-Datenanalyse vorteilhaft eingesetzt werden kann, nennt  Wittenburg die Reisekosten- und Spesenprozesse sowie die Qualitätskontrollen in der Fertigungs-Industrie. Anwendungsfälle für das Analysesystem finden sich auch im  Risikomanagement der Automobilindustrie, bei der Betrugserkennung im Finanzbereich, im Wartungsbereich der Deutschen Bahn, bei der Kundensegmentierung im Marketingbereich oder bei der genauen Kostenermittlung von Unternehmen. Langfristig will Dr.Wittenburg das System auch im medizinischen Bereich zur besseren Diagnostik anhand von Patientendaten aufrüsten.

„Wir feiern jetzt unsere ersten Erfolge und werden uns dann schrittweise an die Lösung weiterer Probleme herantasten“,  skizziert Firmengründer Dr. Wittenburg die nächsten Schritte.

Erfolg und Wachstum in dezentraler Lage
Inspirient befindet sich mit der automatischen Datenanalyse auf einem eher jungen Markt. Weltweit gibt es eine Handvoll Unternehmen, die sich auf diesen Bereich konzentrieren.

Zielsetzung von Inspirient ist es, sich von guter Lage des Berliner Südwestens aus aufzustellen, um dann weiter zu wachsen. Erste Referenzen von namhaften Unternehmen und Einrichtungen liegen bereits vor. Dr. Wittenburg fühlt sich wohl am Standort Dahlem und spricht sich dafür aus, dezentrale Wirtschaftszentren zu stärken, denn „lokale Erfolgs-Storys sind viel charmanter“. Sie seien wertvoll und wirtschaftlich dynamisch, da bodenständig und nachvollziehbar.

Am Berliner Südwesten und am Bezirk Steglitz-Zehlendorf schätzt er nicht nur die günstige Verkehrsanbindung, sondern auch die vielfältigen Möglichkeiten und Perspektiven.

So verbindet er mit der Wiederbelebung des „Steglitzer Kreisels“ die Hoffnung auf weitere kulturelle Angebote im Bezirk. Auch spricht er sich für eine wirtschaftliche Zukunft des „träumenden Bierpinsels“ aus, den er sich gut - mit Coworking-Spaces zu neuem Leben erweckt - vorstellen kann, und er setzt auf mehr Wohnraum für Studierende im Bezirk.

Auf der Basis guter Kontakte zu Konzernen und anderen Startups wünscht sich Dr. Wittenburg künftig noch stärkeren Austausch mit mittelständischen lokalen Unternehmen und schlägt „niederschwellige Treffpunkte“ mit regionaler Kultur vor, vielleicht im Stammtischformat. Auch seien vielfältige lokale Netzwerke eine gute Möglichkeit, sich in unverkrampfter Atmosphäre geschäftlich näherzukommen.

Aktuell wird das bereits mehrfach ausgezeichnete und in Fachkreisen bekannte Startup Inspirient weiter an seinem Bekanntheitsgrad arbeiten. Über stärkere Messe-Präsenz, Fachpublikationen und Podiumsdiskussionen arbeitet es daran, den Endkunden besser zu erreichen.

Neben den guten Arbeitsbeziehungen zur Freien Universität strebt Inspirient den Ausbau von Kooperationen mit der TU Berlin und der HU Berlin an. Und da für das junge Unternehmen die Startup-Phase der Technologieentwicklung nahezu abgeschlossen ist, steht nun der wichtige Schritt in Richtung des Vertriebsausbaus an. Auch wird bald eine weitere Wachstumsfinanzierung  notwendig, verbunden mit größeren  Büroräumen.  – Doch auch dafür sehen der gebürtige Dahlemer Dr. Wittenburg und sein Team Kapazitäten im Bezirk, sei es im Gewerbegebiet an der Goerzallee oder beispielsweise  im Bereich des FUBIC-Geländes.


Text: Jacqueline Lorenz

Kontakt und weitere Informationen unter:

Inspirient GmbH
Altensteinstraße 40
Profund Innovation Building
14195 Berlin

Telefon: 030 2007 4820
Mail: contact(at)inspirient.com


www.inspirient.com



Das „Regionalmanagement Berlin SÜDWEST“ (RMSW) ist im Rahmen des Wirtschaftsförderprogramms Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) je zur Hälfte aus Bundes- und Landesmitteln sowie einem entsprechenden Anteil des Bezirks Steglitz-Zehlendorf von Berlin finanziert.

Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie  Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung  Berlin Steglitz-Zehlendorf

Regionalmanagement Berlin SÜDWEST
Schloßstraße 48
Gutshaus Steglitz
12165 Berlin

T +49 (0)30-707 600 84
F +49 (0)30-707 600 26
info@rm-berlin-sw.de