Zehn exzellente forschungsbasierte Geschäftsideen ausgezeichnet

Zehn exzellente forschungsbasierte Geschäftsideen bei der Research to Market Challenge ausgezeichnet | Foto: © FU Berlin
Zehn exzellente forschungsbasierte Geschäftsideen bei der Research to Market Challenge ausgezeichnet | Foto: © FU Berlin

28. Juni 2021: Insgesamt zehn Teams sind am Dienstagabend im Rahmen der Abschlussveranstaltung des Ideenwettbewerbs „Research to Market Challenge“ für ihre forschungsbasierten Geschäftsideen geehrt worden, verliehen wurde auch ein Sonderpreis für eine Initiative zur Verlangsamung des Klimawandels. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gingen mit ihren Ideenskizzen als Beste aus insgesamt 44 eingereichten Vorhaben hervor.

Ausgerichtet wurde der Wettbewerb von Science & Startups, dem Verbund der Start-up-Services aus Freier Universität Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin, Technischer Universität Berlin und Charité – Universitätsmedizin Berlin. Teilnehmen konnten Studierende, Absolventinnen und Absolventen, Doktorandinnen und Doktoranden und wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller Fachbereiche der drei großen Universitäten und der Charité. Ihre Geschäftsideen wurden in den Wettbewerbskategorien „Digital & Technologies“, „Life Sciences & Health“ oder „Cultural & Social“ gewertet; sie mussten einen klaren Bezug zum Arbeitsgebiet der Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben und sich in die Praxis umsetzen lassen. Die Konzepte wurden von einer Jury im Hinblick auf Innovationsgehalt, Forschungsbezug, Realisierbarkeit und Kundennutzen bewertet. Die drei besten Teams jeder Kategorie stellten ihre Anwendungsideen auf der Abschlussveranstaltung vor. Für den ersten, zweiten und dritten Platz wurden jeweils 1.500, 1.000 und 500 Euro Preisgeld vergeben. Gestiftet wurden die Preise von der Ernst-Reuter-Gesellschaft der Freien Universität Berlin, der Humboldt-Universitäts-Gesellschaft, der Gesellschaft von Freunden der Technischen Universität Berlin, der Stiftung Charité und der Berliner Sparkasse.

 

Folgende Anwendungsideen wurden ausgezeichnet:

„Digital & Technologies“ – gestiftet von der Gesellschaft von Freunden der Technischen Universität Berlin

1. Quantif A.I.
Es soll ein auf künstlicher Intelligenz basierter Online-Assistent entwickelt werden, um bildbasierte Daten in der Forschung besser zu verwerten. Das Produkt soll noch vor der Aufnahme der Bilder in Echtzeit die abgebildeten Objekte analysieren und – während die Probe begutachtet wird – Rückmeldung zur Optimierung geben.

2. ASSET Das Team von ASSET entwickelt eine Anwendung im Bereich der sicheren Datenspeicherung. Entwickelt wird eine App, durch die Daten sicher auf dem Smartphone gespeichert werden können, zum Beispiel ein digitales Fahrticket oder Gesundheitsdaten.

3. DocVox
Die Geschäftsidee DocVox bietet eine benutzerfreundliche Desktop-Anwendung, die das Protokollieren einer virtuellen Besprechung mit den Teilnehmenden übernimmt. Der Besprechungsassistent ermöglicht dem Nutzer und der Nutzerin, sich auf den Inhalt eines Meetings zu konzentrieren, ohne sich auf die Mitschrift der Inhalte fokussieren zu müssen.

 

Social & Cultural – gestiftet von der Ernst-Reuter-Gesellschaft der Freien Universität Berlin

1. Genderly Ziel ist es, eine Technologie zur Erleichterung des Schreibens geschlechtergerechter Sprache zu schaffen. Nutzerinnen und Nutzern wird durch ein Machine Learning Modell ermöglicht, Begriffe, die sich gendern lassen, in ihren Texten schnell und unkompliziert zu identifizieren.

2. tReEFINE
Erstellt werden soll eine Plattform, die die Versuchsbedingungen für Labortiere systematisch verbessert. Die Implementierung pro wissenschaftlicher Gruppe wird erfasst; so kann der Fortschritt der Refinement-Methoden über die Zeit verfolgt werden; er ist über ein Punktesystem zwischen Arbeitsgruppen, Abteilungen und Institutionen vergleichbar.

3. Greener
Greener ist eine One-Stop-Lösung für nachhaltiges Konsumverhalten. Zusammengefasst in einer App können Verbraucherinnen und Verbraucher nachhaltige Angebote, beispielweise in Cafés, Klamottenläden oder Supermärkten, in ihrer Umgebung entdecken und sehen, wie nachhaltig diese tatsächlich sind.

 

Life Science & Health – gestiftet von der Stiftung Charité

1. Grief Relief:
Die App „Grief Relief“ soll Trauernden helfen, einen Umgang mit ihrem Verlust und diesem besonderen Gefühl der Trauer zu finden, sowie Erleichterung (relief) zu erfahren. Trauernde erhalten Aufgaben, Anregungen und Inspiration zum Umgang mit der Trauer.

2. mHealthAtlas:
Ziel ist der Aufbau einer Plattform zur multidisziplinären Evaluation von mHealth-Anwendungen. Die Plattform ermöglicht es Experten aus den Bereichen Content (Medizin), Usability (Benutzerfreundlichkeit), Security (Sicherheit) und Law (Recht), in einem Evaluationsprozess die Qualität von mHealth-Anwendungen zu bestimmen.

3. MANVnet:
Es soll ein dezentrales Netzwerk inklusive einer übersichtlichen Anwendung für Smartphones, Tablets und Laptops bereitgestellt werden mit dem Ziel, die Koordinierung von Behandlungsplätzen im Katastrophenschutz zu verbessern. MANVnet soll dazu beitragen, dass der Patientenfluss einfacher erfasst werden kann und die Funktionalität auch gewährleistet bleibt, wenn andere Systeme zusammenbrechen.

 

Sonderpreis

Den Sonderpreis der Humboldt-Universitäts-Gesellschaft für Geschäfts- und Gründungsideen zur Bekämpfung des Klimawandels erhielt das Team von topologineer. topologineer senkt durch mathematisch optimierte Designs von Bauteilen den Materialverbrauch.

Publikumspreis Berliner Sparkasse

Die bereits ausgezeichneten Teams von Greener und Topologineer konnten sich zudem den von der Berliner Sparkasse mit 1.000 Euro dotierten Publikumspreis sichern.

 

Quelle: https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2021/fup_21_120-research-to-market-challenge/index.html



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