Glienicker Brücke als Filmkulisse

Wie das Medienboard Berlin-Brandenburg am 29. September 2014 mitteilte, dreht der amerikanische Regisseur und Schauspieler Steven Spielberg in den Babelsberger Filmstudios ab Ende 2014 den Agententhriller „St. James Place“. Oscar-Preisträger Spielberg, der u.a. in Filmen wie „Schindlers Liste“,  „Lincoln“, „Jurassic Park“, „E.T.“ Regie führte, engagierte für seinen neuen Film in den Hauptrollen bereits Tom Hanks, Mark Rylance und Amy Ryan. Das Drehbuch schrieben die Brüder Joel und Ethan Coen gemeinsam mit Matt Charman. Die Handlung des Agententhrillers spielt während des Kalten Krieges der 1960er Jahre in Berlin und Moskau. Die Glienicker Brücke war am 10. Februar 1962 Schauplatz des inzwischen legendären Agentenaustausches zwischen dem CIA-Spion und Airforce-Pilot Francis Gary Powers und dem KGB-Topagenten Rudolf Iwanowitsch Abel. Die Brücke hatte bis 1990 während des Kalten Krieges zwischen den Weltmächten USA und Sowjetunion eine ähnliche Bedeutung wie der Checkpoint Charlie in Berlin-Mitte. Das Medienboard Berlin-Brandenburg unterstützt den Spielberg-Film mit 500.000 Euro.

Für den Tourismusmanager Prof. Dr. Frank Schaal von der EBC Hochschule Berlin ist die Tatsache, „dass die Glienicker Brücke zur Filmkulisse für einen Hollywood-Spielfilm wird, ein Glücksfall für den Berliner Südwesten und Potsdam. Dass mit Steven Spielberg einer der namhaftesten Regisseure der Welt und mit Tom Hanks ein Schauspieler der absoluten Spitzenklasse in das Projekt involviert sind, macht den Film  noch interessanter. Sollte der Agententhriller auch wirtschaftlich ein Erfolg werden, wirkt sich das sehr positiv für Berlin und Potsdam aus. Denn nicht nur Filmfans pilgern gerne an die Stätten berühmter Filme, auch Touristen nehmen bei Besuchen immer wieder solche Drehorte als Besuchsziele wahr. Damit wird die Glienicker Brücke einen deutlich gehobenen Status als touristische Sehenswürdigkeit der beiden Städte erlangen. Auch die Aufenthaltsdauer der Gäste wird sich damit automatisch verlängern. Davon profitieren ebenso sehr viele touristische Leistungsträger wie Hotellerie, Gastronomie, Museen etc. im näheren Umfeld der Brücke. Ich gehe davon aus, dass die Wahrnehmung des gesamten Areals nach einem erfolgreichen Filmstart eine andere sein wird. Die Aufwertung der Brücke durch den Spielfilm wird definitiv eine positive Wertung im Tourismuskonzept des Bezirks erfahren.“ Die EBC Hochschule Berlin bearbeitet bis Mai 2016 ein Tourismuskonzept für den Bezirk Steglitz-Zehlendorf.

Weitere Informationen:

"Klappe für Spielberg": Bald wird auf der Glinicker Brücke gedreht...
(Tagesspiegel-Artikel vom 01.10.2014)


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