„Social Cohesion“ und Diversität im Fokus

Freie Universität Berlin | Foto: © FU Berlin
Freie Universität Berlin | Foto: © FU Berlin

21. Juli 2020: Eine Hilfe-App für Grundschulkinder im Homeschooling, ein etwas anderer Reiseführer, religiöser Austausch per App und ein Job-Portal für Migrantinnen und Migranten – mit diesen Geschäftsideen überzeugten vier Teams beim diesjährigen Funpreneur-Wettbewerb der Freien Universität die Jury. Insgesamt hatten 12 Teams, bestehend aus Studierenden aller Fachbereiche, am Wettbewerb teilgenommen. Ausgezeichnet wurden drei Ideen aus dem Bereich „Funpreneur“ und eine Idee in der Kategorie „Wirtschaftsinformatik“.

Thema des Funpreneur-Wettbewerbs war in diesem Jahr „Social Cohesion und Diversity“. Die im Rahmen des Wettbewerbs entwickelten Ideen sollten aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen betreffen. „Geschehnisse wie der rassistisch motivierte Übergriff in Hanau stellen den Zusammenhalt unserer Gesellschaft vor große Herausforderungen“, erklärt Professorin Dr. Janina Sundermeier, die gemeinsam mit Catharina Werner den Funpreneur-Wettbewerb leitete. Gerade im Hinblick auf Diversität brauche es heute mehr denn je innovative Ansätze, um die Verbundenheit – trotz oder gerade wegen aller Unterschiedlichkeiten – innerhalb der Gesellschaft zu stärken. Die Produkte oder die Dienstleistung, welche im Rahmen der Veranstaltung entwickelt wurden, sollten eine dieser Herausforderungen im Hinblick auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt adressieren und überzeugend lösen.

Die Gewinnerteams

In der Kategorie Funpreneur ging der erste Platz an „Studdy Buddy“: Corinna Ines Bienert, Chiara Müller und Gero Emilio Zarbo haben eine App entwickelt, die Grundschulkindern dabei hilft, sich auf ihre Lernaufgaben zu Hause zu konzentrieren. Die App basiert auf einer erprobten Konzentrationsmethode. Darüber hinaus bietet die App im Zusatzangebot Anregungen für die gesamte Familie zur sinnvollen Gestaltung der gemeinsamen Freizeit.

Den zweiten Platz erhielten Saskia Rowena Stange und Nina Kanter für ihr Projekt „Durch Berlin“, einen Reiseführer, der Besucherinnen und Besucher mittels Geocaching durch die Stadt und ihre Geschichte leitet. Der Reiseführer ist als Buch konzipiert und die verschiedenen Routen heben insbesondere die Diversität Berlins hervor: Es gibt verschiedene thematische Routen, z.B. „das jüdische Berlin“ oder „das queere Berlin“.

Mit dem dritten Platz wurden Nicola Alnicola, Antonia Schinschke und Viktoria Anna Niemietz geehrt. Sie entwarfen „fidelio“, eine App, die über die drei abrahamitischen Weltreligionen informiert und den Austausch unter den Nutzerinnen und Nutzern ermöglicht. Ziel ist die Förderung von Toleranz und der interreligiöse Austausch.  

In der Kategorie „Wirtschaftsinformatik“ wurde das Team „MiCo“ ausgezeichnet. Metin Kizilboga, Philip Nürnberger, Laura Oppermann, Lucas Zerrer und Mark Istvan Kollar haben ein Job-Portal für Migrantinnen und Migranten entwickelt. Das Portal ermöglicht es in Deutschland ansässigen Unternehmen qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für akademische Berufe zu finden.

Der Funpreneur-Wettbewerb

Unter der Leitung von Prof. Dr. Janina Sundermeier und Catharina Werner fand der zum Wettbewerb gehörige Kurs aufgrund von Kontaktbeschränkungen erstmalig gänzlich über das Internet statt. Bei der Ausarbeitung eigener Geschäftsideen wurden die Studierenden in Online-Meetings von den Kursleiterinnen und externen Coaches unterstützt. Zudem stand jeder Gruppe eine Wirtschaftspatin oder ein Wirtschaftspate aus dem Wirtschaftsjunioren Berlin e. V. der dem Unternehmerinnen Netzwerk NFUSION zur Seite, die oder der bei der Ausarbeitung des Geschäftsmodells unterstützte. Nach Abschluss des Selbstlernkurses erstellten die Studierenden ein Video zur Visualisierung ihrer Ideen, welches dem gesamten Kurs und einer Jury auf einem virtuellen Marktplatz präsentiert wurde. In einer Marktphase teilten alle Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer und die externe Jury ein virtuelles Budget auf die vorgestellten Ideen auf. Die Teams mit dem höchsten Umsatz wurden ausgezeichnet.

Der Jury gehörten Personen von der Berliner Sparkasse, von den Wirtschaftsjunioren Berlin e. V., von der Hochschule Pforzheim und von Profund Innovation der Freien Universität Berlin an. Die Preise in Form von Gutscheinen für eine lokale Buchhandlung stiftete die Berliner Sparkasse.

Der Funpreneur-Wettbewerb wird von der Berliner Sparkasse, der IHK Berlin, den Wirtschaftsjunioren Berlin e. V., der Kanzlei Härting, der Ernst-Reuter-Gesellschaft e. V., dem Digital Entrepreneurship Hub sowie NFUSION finanziell und beratend unterstützt.

Quelle: https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2020/fup_20_128-funpreneur-ergebnisse/index.html



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