Neues Schmerzmedikament auf dem besten Weg zum Patienten

Das Team freut sich über die Auszeichnung. (v.l.n.r.): Dr. Viola Spahn (Klinik für Anästhesiologie der Charité), Dr. Marcus Weber (Zuse-Institut Berlin), Prof. Dr. Christoph Stein, Parlamentarischer Staatssekretär Dr. Michael Meister. Foto: Tatjana Bielke
Das „Team NAMPAR“ freut sich über die Auszeichnung. (v.l.n.r.): Dr. Viola Spahn (Klinik für Anästhesiologie der Charité), Dr. Marcus Weber (Zuse-Institut Berlin), Prof. Dr. Christoph Stein, Parlamentarischer Staatssekretär Dr. Michael Meister. Foto: Tatjana Bielke

Bei starken Schmerzen – beispielsweise nach Operationen oder bei Entzündungen – können Opioide den Betroffenen Linderung verschaffen. Allerdings sind sie auch mit Nebenwirkungen verbunden, die von Benommenheit und Verstopfung über Abhängigkeit bis hin zum Atemstillstand reichen. Dem Team um Prof. Stein, Leiter des Forschungsbereichs Experimentelle Anästhesiologie am Campus Benjamin Franklin, ist es in den letzten Jahren im Rahmen des Projekts NAMPAR gelungen, einen Wirkstoff zu entwickeln, der diese Nachteile nicht zeigt. Zusammen mit Privatdozent Dr. Marcus Weber vom Zuse-Institut Berlin entwarfen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler das Molekül per Computersimulation und ließen es chemisch synthetisieren. Anschließend konnten sie im Tiermodell zeigen, dass das neue Opioid verschiedene Arten von Schmerz stillt, ohne Nebenwirkungen zu verursachen. Für die erfolgreiche Entwicklung dieses neuartigen Schmerzmittels erhält das Team um Prof. Stein den diesjährigen VIP+ Validierungspreis des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Verliehen wurde die Auszeichnung gestern anlässlich der VIP+ Innovationstagung von Dr. Michael Meister, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung.

Das von Prof. Stein geleitete Projekt NAMPAR (Nebenwirkungsfreie Analgetika durch Modellierung pathologischer Rezeptorkonformationen) wurde zwischen 2012 und 2017 im Rahmen der Fördermaßnahme VIP+ vom BMBF mit mehr als 1,8 Millionen Euro unterstützt. Die Ergebnisse der Arbeit wurden bereits in mehreren hochrangigen Fachzeitschriften publiziert, darunter Science. „Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung“, sagt Prof. Stein. „Mit dem neuen Wirkstoffkandidaten sind wir unserem Ziel eines nebenwirkungsfreien Schmerzmedikaments schon einen großen Schritt nähergekommen. Jetzt wollen wir das neue Schmerzmittel auch in klinischen Studien testen und es schnellstmöglich in die Anwendung bringen.“

Quelle: www.charite.de/forschung/forschung_aktuell/pressemitteilung/artikel/detail/neues_schmerzmedikament_auf_dem_besten_weg_zum_patienten/



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