Neue Ausstellung im AlliiertenMuseum: LITTLE AMERICA. Leben in der Militär-Community in Deutschland“

Amerikanisches Cheerleader-Team, Bad Nauheim, 1959. Foto: AlliiertenMuseum, Copyright: US Army/Red Grandy
Amerikanisches Cheerleader-Team, Bad Nauheim, 1959. Foto: AlliiertenMuseum, Copyright: US Army/Red Grandy

20.03.2018: Es war eine eigene Welt, die die US-Streitkräfte an  ihren militärischen Stützpunkten im Nachkriegsdeutschland errichteten. Neben der notwendigen militärischen Infrastruktur  deckten die als  Little Americas  bezeichneten Militärstandorte nahezu alle Bereiche  des  öffentlichen Lebens ab, von Krankenhäusern und Schulen über Einkaufszentren,  Tankstellen und Kultureinrichtungen bis hin zu Freizeit-und Sportstätten. Die  amerikanische Infrastruktur sollte den Soldaten und  ihren Familien das Leben in der  Fremde erleichtern. Zudem sicherte sie die Autarkie  der Militär-Communities. Erstmals  gewährt nun eine umfangreiche Fotoausstellung Einblicke in diese abgeschottete Welt.  Anhand von 200 Fotografien zeigt die Ausstellung „LITTLE AMERICA. Leben in der  Militär-Community in Deutschland“ den beruflichen u nd privaten Alltag der nach dem  Zweiten Weltkrieg in Deutschland stationierten US-Soldaten und erinnert damit an ein  wichtiges Kapitel in der Geschichte des Kalten Krieges.  

Den exklusiven Blick in die Welt des amerikanischen  Militärs ermöglicht die 220.000  Aufnahmen umfassende private Fotosammlung des Technikhistorikers John Provan, die  das AlliiertenMuseum 2016 übernahm. Die Fotos aus d en 1940er bis 1990er Jahren  stammen aus zahlreichen Militär- und Redaktionsarchiven einstiger sowie noch  bestehender US-Standorte in Deutschland und wurden  von Militärfotografen im Auftrag  des US-Militärs angefertigt. In der Ausstellung wer den 200 der aussagekräftigsten Bilder  der Sammlung Provan präsentiert und in dreizehn Themenbereiche aufgegliedert. Vier  Themenkomplexe treten dabei besonders hervor: der militärische Alltag in  Little America ,  die Herausforderungen der Auslandsstationierung, da s Privat- und Familienleben der GIs  sowie die Begegnungen mit der deutschen Bevölkerung . Da sich ein Großteil der  amerikanischen Standorte im Südwesten der Bundesrepublik befand, stammen viele  Bilder aus dieser Region. Aber auch West-Berlin und  Süddeutschland sind prominent in  der Ausstellung vertreten.  

Ein besonderer Reiz der Fotografien liegt darin, dass sie nicht für die Außendarstellung  gedacht waren, sondern der internen Imagepflege dienten. Die Bilder spiegeln die  Innenperspektive der amerikanischen Militär-Communities wieder und wurden allenfalls  in amerikanischen Militärzeitschriften veröffentlicht. Der Außenwelt waren die  Aufnahmen ebensowenig zugänglich wie die Militärstandorte selbst. Die Fotoausstellung  bietet daher zum ersten Mal die Möglichkeit, einen  umfassenden Einblick in die Welt der  Little Americas  in Deutschland zu bekommen. 

http://www.rm-berlin-sw.de/Wie sich die Fotoproduktion in der Nachkriegszeit überhaupt gestaltete, zeigt die  Ausstellung am Ende des Rundgangs. Eine bei den Militärfotografen beliebte Kamera, ein  verstellbares Vergrößerungsgerät und andere wichtig e Utensilien einer Dunkelkammer  demonstrieren hier den zeitintensiven Herstellungsprozess eines analogen Fotos. Zudem  haben die Besucher die Möglichkeit, sich mit den verschiedenen analogen Fotomedien  wie Negativen, Dias und Abzügen vertraut zu machen. 

Die Fotoausstellung „LITTLE AMERICA. Leben in der Militär-Community in Deutschland“  ist vom 21. März 2018 bis zum 3. März 2019 täglich  außer montags von 10 bis 18 Uhr im  AlliiertenMuseum zu sehen. Zur Ausstellung erscheint eine Zeitung mit begleitenden  Texten, die zum Preis von einem Euro einem historischen Zeitungsautomaten aus den  Militär-Communities entnommen werden kann. Zudem findet ein facettenreiches  Rahmenprogramm mit Führungen, Filmabenden und Vorträgen statt. Am Sonntag, den  25. März 2018, führt die Kuratorin Olivia Fuhrich im Rahmen einer kostenlosen  öffentlichen Führung durch die Sonderausstellung. Beginn ist um 15 Uhr, eine Anmeldung  ist nicht erforderlich.  

Quelle: http://www.alliiertenmuseum.de/fileadmin/user_upload/PM_AlliiertenMuseum_LITTLE_AMERICA_Leben_in_der_Militaer-Community_in_Deutschland.pdf 



Das „Regionalmanagement Berlin SÜDWEST“ (RMSW) ist im Rahmen des Wirtschaftsförderprogramms Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) je zur Hälfte aus Bundes- und Landesmitteln sowie einem entsprechenden Anteil des Bezirks Steglitz-Zehlendorf von Berlin finanziert.

Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie  Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung  Berlin Steglitz-Zehlendorf

Regionalmanagement Berlin SÜDWEST
Schloßstraße 48
Gutshaus Steglitz
12165 Berlin

T +49 (0)30-707 600 84
F +49 (0)30-707 600 26
info@rm-berlin-sw.de