KNAUER gehört zu den nominierten für den Innovationspreis Berlin Brandenburg 2021

Mit dem Innovationspreis würdigen die Wirtschaftsverwaltungen der beiden Länder Berlin und Brandenburg jährlich innovatives und herausragendes unternehmerisches Schaffen. | Foto: © Innovationspreis Berlin Brandenburg 2021
Mit dem Innovationspreis würdigen die Wirtschaftsverwaltungen der beiden Länder Berlin und Brandenburg jährlich innovatives und herausragendes unternehmerisches Schaffen. | Foto: © Innovationspreis Berlin Brandenburg 2021

11. Oktober 2021: Mit seiner Innovation „Impingement Jets Mixing Skids for high-flow production of lipid nanoparticles – zur Herstellung des Corona mRNA Impfstoffes“ wurde das Unternehmen KNAUER Wissenschaftliche Geräte GmbH als eines von zehn Unternehmen für den begehrten Innovationspreis nominiert. Die Bekanntgabe erfolgte am 8. September 2021 im Rahmen einer Pressekonferenz, die in den Unicorn Workspaces in der Berliner Brunnenstraße stattfand.

Die Wirksamkeit der mRNA-Impfstoffe gegen Corona ist auf eine Verkapselung der empfindlichen mRNA in sogenannte Lipid-Nanopartikel angewiesen. Verkapselungssysteme existierten bis Herbst 2020 weltweit nur im kleinsten Labormaßstab. KNAUER ist es in Kooperation mit zwei großen Pharmaunternehmen in kürzester Zeit gelungen, flexible Anlagen, sogenannte IJM-Skids (Impingement Jet Mixing) zu entwickeln, mit denen Lipid-Nanopartikel für mehrere Millionen Impfdosen pro Woche hergestellt werden können.

Neben Vakzinen auf mRNA-Basis arbeiten Pharmaunternehmen an auf mRNA basierenden Arzneistoffen gegen eine Vielzahl von Krankheiten, unter anderen Alzheimer, HIV, Malaria etc. Am bekanntesten darunter ist das Unternehmen BioNTech, das an einer Therapie gegen Krebs forscht. Diese Arzneistoffe müssen, um intakt die Zellen zu erreichen, in Lipid-Nanopartikel eingekapselt werden. Daher werden IJM-Skids in unterschiedlichen Größenordnungen auch zukünftig für die Bekämpfung von Krankheiten weltweit benötigt.

„Ich freue mich, dass wir alle unsere Systeme für die Impfstoffproduktion erfolgreich und pünktlich liefern konnten. Es macht unser Team stolz, dass wir auf diese Weise zur Bekämpfung von COVID-19 beitragen“, sagte Lilit Avagyan, Business Development Manager bei KNAUER.

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel stattete dem Unternehmen KNAUER Wissenschaftliche Geräte GmbH am 10. September 2021 einen Besuch ab. Alexandra Knauer, die Geschäftsführerin und Eigentümerin des Familienbetriebes mit 160 Mitarbeitenden, begrüßte zusammen mit ihrem Geschäftsführer Carsten Losch die Bundeskanzlerin. Aus einem Pressestatement von Bundeskanzlerin Merkel geht folgendes hervor (Ausschnitt):

"Ich habe dieses Unternehmen heute sehr gerne besucht, weil hier höchste Präzisionstechnik entwickelt wird, insbesondere jetzt ihr neuestes Produkt ‑ nachdem das Unternehmen sich schon viele Jahrzehnte lang entwickelt hat ‑, etwas, was dringendst gebraucht wurde bei der Entwicklung der mRNA-Impfstoffe bzw. besser gesagt für die Produktion der mRNA-Impfstoffe in großem Maßstab."

KNAUER hat für die Fertigung der LNP-Anlagen am Standort in Berlin-Zehlendorf zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen – fünfzehn werden es 2021 sein.

Die Jury des Innovationspreises Berlin Brandenburg unter Vorsitz von Prof. Oliver Günther, Ph. D., Präsident der Universität Potsdam, hat aus 168 Bewerbungen im Wettbewerb um den Innovationspreis Berlin Brandenburg die zehn besten Innovationen der Hauptstadtregion als Nominierte ausgewählt.

Die Preisverleihung mit Bekanntgabe der Preisträgerinnen und Preisträger findet am 26. November 2021 statt.

Über den Innovationspreis:

Mit dem Innovationspreis würdigen die Wirtschaftsverwaltungen der beiden Länder Berlin und Brandenburg jährlich innovatives und herausragendes unternehmerisches Schaffen. Mit der Einbindung von Wirtschaftsunternehmen und weiteren Institutionen als private Partner war und ist der Preis auch ein Preis der Wirtschaft für die Wirtschaft. Seit erstmaliger Auslobung im Jahr 1984 (seit 1992 gemeinsam mit Brandenburg) gab es mehr als 165 Preisträgerinnen und Preisträger und über 4.300 Bewerbungen.

Die weiteren Nominierten:

Auxolar GmbH - Solargenius

Das Berliner Unternehmen setzt energetische Modernisierungen mit Solarenergie (sog. wohnungsbezogene Solaranlagen) im Quartier um und bietet der Wohnungswirtschaft die Möglichkeit, Mieterinnen und Mieter sozialverträglich in die Energiewende einzubeziehen und CO2-armes Wohnen für alle zugänglich zu machen – und das ohne komplexe Vertragsmodelle. Dazu hat AUXOLAR mit solargenius® eine digitale IoT-Plattform zur Verwaltung von kleinen wohnungsbezogenen Photovoltaik-Anlagen entwickelt.

Bettereco GmbH - Blockchain-basierte B2B Softwareplattform

Um direkte bilaterale Transaktionen zwischen Europäischen Abnehmern der Lebensmittel-, Kosmetik- und Pharmazeutika-Branche und Produzenten aus Afrika, Asien und Lateinamerika herzustellen, entwickelte betterECO eine Blockchain-basierte B2B Softwareplattform für den Handel und die lückenlose Rückverfolgung von Agrarrohwaren. Mit nur wenigen Mausklicks ist ein Satz digitaler Kontrakte generiert.

Craftdrive GmbH - Lean-Produktionssystem "Koppla"

Das Unternehmen entwickelt „koppla“ – ein LEAN-Produktionssystem für Großbaustellen, über das General- und Nachunternehmen gemeinsam auf einem System im Baubetrieb arbeiten können. So kann auf Störungen in Echtzeit reagiert und der Bauprozess datengetrieben optimiert werden.

Deepspin GmbH - Portables MRT-System

Das Start-up entwickelte ein, gegenüber dem Marktpreis, 20-fach günstigeres, portables und offenes MRT-System. Indem maschinelles Lernen zu einem integralen Bestandteil des Systems gemacht wird, ist es möglich, Magnetresonanz-Bildgebung in inhomogenen Magnetfeldern durchzuführen. Durch diese proprietäre Technologie wird der gegenwärtige Zielkonflikt zwischen Systemkosten und Bildqualität gelöst. So macht DeepSpin MRT zukünftig für Patienten auf der ganzen Welt zugänglich.

Dryad Networks GmbH - Silvanet

Waldbrände sind mit 20 Prozent der globalen CO2-Emissionen ein wesentlicher Treiber des Klimawandels. Dryad entwickelt Silvanet, ein innovatives System zur Ultra-Früherkennung von Waldbränden. Silvanet verbindet solar-betriebene Gas-Sensoren mit künstlicher Intelligenz, die Brände in weniger als 60 Minuten erkennen und über ein großflächiges Funknetzwerk melden. Die Früherkennung ermöglicht der Feuerwehr, rechtzeitig zum Brandherd zu gelangen und das Feuer zu löschen, bevor es außer Kontrolle gerät.

Gestalt Robotics GmbH - Autonome Navigation & KI-Mehrwert

Fabriken der Zukunft nutzen für Transport, Inspektion und Manipulation autonome mobile Roboter und Transportsysteme. Die von Gestalt Robotics entwickelte NavigateSys ist, nach Aussage des Unternehmens, die weltweit erste herstellerunabhängige Plattform für autonome Navigation und nahtlos integrierte KI-Services, die vollständig modular und herstellerunabhängig ausgelegt ist und nach dem „as a Service“-Prinzip funktioniert. Das Unternehmen unterstützt in der Mobilkommunikation neben 4G und 5G auch Standardlösungen und -schnittstellen.

HPS Home Power Solutions GmbH - Picea

Das Unternehmen entwickelte picea, das weltweit erste marktreife Produkt, welches eine ganzjährig CO2-freie und unabhängige Stromversorgung für Einfamilienhäuser ermöglicht. Mithilfe von Wasserstoff wird Solarüberschuss aus dem Sommer für den Verbrauch im Winter gespeichert. Neben der Deckung des Haushaltsstrombedarfs wird zusätzlich die Abwärme als Heizwärme dem Haus bereitgestellt und reduziert so die Heizkosten. picea ist ein integriertes System und beinhaltet alle Komponenten wie Batterien, Brennstoffzelle und Elektrolyseur.

Lum GmbH - Lumispoc Forward and Sideward Particle Scattering Analyser

Das LUMiSpoc® ist ein hochentwickeltes Einzelpartikel-Analysesystem, das die Partikelgrößenverteilung und Partikelkonzentration von Nano- und Mikropartikeln mit einer beispiellosen Auflösung misst. Das Instrument verwendet die patentierte SPLS-Technologie®, eine Technologie, die Licht aufzeichnet, das von einzelnen Nano- und Mikropartikeln in Vorwärts- und Seitwärtsrichtung gestreut wird, während ein Laserstrahl mit einem speziellen Strahlquerschnitt durchgelassen wird. Es ermöglicht einen tiefen Einblick in komplexe Nano- und Submikropartikelsysteme.

Seqana GmbH - Satellitenbasierte Kohlenstoffquantifizierung in Böden

Verschiedene Satellitendaten in Kombination mit Machine-Learning Algorithmen ermöglichen Seqana die Kohlenstoffquantifizierung zehnmal günstiger und sechzig Mal schneller als bisher zu ermitteln. Die Nutzerinnen und Nutzer des Services, welcher für den Bereich der Landwirtschaft und die Projektentwicklung entwickelt wurde, haben dadurch mehr Zeit und Geld für den eigentlichen Zweck ihrer Arbeit: das Reduzieren von CO2 in der Atmosphäre.

Quelle: https://www.knauer.net/de/knauer-nominiert-fuer-den-innovationspreis-berlin-brandenburg-2021/n41920



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