Hitze und Trockenheit bei Weizen in den Fokus nehmen: Weltweite Allianz in Berlin gestartet

Gut 11.000 km Wurzelhaare helfen Roggenpflanzen, Wasser und Nährstoffe auch noch unter trockeneren Bedingungen aufzunehmen | Foto © B. Hackauf / JKI
Gut 11.000 km Wurzelhaare helfen Roggenpflanzen, Wasser und Nährstoffe auch noch unter trockeneren Bedingungen aufzunehmen | Foto © B. Hackauf / JKI

7. August 2020: Die neugegründete "Alliance for Wheat Adaption to Heat and Drought", kurz AHEAD, mit dem Hauptsitz am Julius-Kühn-Institut in Berlin-Dahlem, hat zum Ziel, weltweit Projekte und Initiativen, die sich mit den wissenschaftlichen Grundlagen der Entwicklung neuer Weizensorten mit Toleranz gegen Hitze und Trockenheit beschäftigen, unter einem Dach zu bündeln.

Hitze und Trockenheit führen weltweit immer häufiger zu erheblichen Ertragsverlusten im Weizen. Eine alarmierende Entwicklung, die zu Weizenknappheit und Preissprüngen auf dem internationalen Weizenmarkt führt. Ein Austausch unter exzellenten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auf globaler Ebene innerhalb dieser Allianz schließt Wissenslücken und fördert langfristig Synergien. Die "Weizen-Initiative" (Wheat Initiative) wird von Corinna Harms am Julius-Kühn-Institut koordiniert.

AHEAD wird von einem international hochrangig besetzten Gremium gelenkt, das seine Expertise im Bereich Management, Förderung und Netzwerk zur Verfügung stellt, um global relevante Forschungsfragen zu adressieren und Politik und Weizenproduzenten die Relevanz der globalen Weizenforschung in Zeiten von Hitze und Trockenheit näher zu bringen. Das Gremium setzt sich aus Mitgliedern internationaler und nationaler Institutionen zusammen, die sich langfristig und gemeinsam den globalen Herausforderungen in der Weizenforschung stellen wollen.

Professor Peter Langridge, der Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirates der Weizen-Initiative, begrüßt diese positive Entwicklung: „Es besteht die Notwendigkeit für enge Kooperationen im Bereich der Dürre- und Hitzeforschung, um der Herausforderung eines sich verändernden Klimas und der Nachfrage nach nachhaltigen Produktionsmethoden gerecht zu werden“, sagt Langridge (https://www.adelaide.edu.au/directory/peter.langridge).

Die AHEAD-Allianz bietet den Mitgliedern über die Weizen-Initiative Zugang zu führenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und fördert die Vernetzung der Wissenschaftscommunity mit Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Ein weiteres Ziel ist der Austausch von wissenschaftlichen Ergebnissen innerhalb der Allianz und die Entwicklung von gemeinsamen Forschungsprojekten über regelmäßige Konferenzen sowie den Austausch von Forschenden sowie Studierenden.

Momentan verknüpft AHEAD internationale Projekte, um Synergien im Hinblick auf die Entwicklung von klimaresilientem Weizen zu schaffen. Bereits jetzt konnten zwei innovative Projekte für die Allianz gewonnen werden. Dies ist zum einen das „Heat and Drought Wheat Improvement Consortium“ (HeDWIC), ein Projekt des International Maize and Wheat Improvement Centers in Mexiko, gefördert von der „Foundation for Food and Agricultural Research” (https://foundationfar.org/) zum anderen das Verbundprojekt „Genom-basierte Strategien zur Nutzung des tertiären Genpools für die Züchtung klimaangepassten Weizens“ (TERTIUS), ein vom JKI koordiniertes und vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gefördertes Projekt (siehe auch hier: https://www.julius-kuehn.de/presse/pressemeldung/news/pi2020-06-mit-verbessertem-wurzelsystem-zu-hoeherer-duerretoleranz-beim-weizen/)

 

Quelle: https://www.julius-kuehn.de/presse/pressemeldung/news/pi2020-06-mit-verbessertem-wurzelsystem-zu-hoeherer-duerretoleranz-beim-weizen/



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