Fulbright-Cottrell Award für Dr. Günther Thiele

Freie Universität Berlin | Foto: © FU Berlin
Freie Universität Berlin | Foto: © FU Berlin

25. Juni 2020: Bereits seit über 100 Jahren ist Berlin-Dahlem ein Hort der Spitzenforschung. Viele Innovationen, entwickelt von den klügsten Köpfen ihrer Zeit, haben am heutigen Zukunftsort in Berlin Südwest ihren Ursprung. Diese Tradition trägt die seit 70 Jahren in Steglitz-Zehlendorf beheimatete Freie Universität Berlin fort und prägt mit ihrer Forschung die wissenschaftliche Entwicklung der jeweiligen Fachgebieten maßgeblich. Teil dieser Forschung ist der Chemiker Dr. Günther Thiele, der nun für seine innovative Forschung auf dem Gebiet der Strukturchemie mit dem Fulbright-Cottrell Preis 2020 ausgezeichnet wurde. Das Regionalmanagement Berlin SÜDWEST gratuliert herzlich und sieht sich in seiner stetigen sowie vielfälitgen Arbeit für den Wissenschaftsstandort bestätigt.

Nachfolgend die Pressemitteilung der Freien Universität Berlin zur Ehrung von Dr. Günther Thiele:

Der Chemiker Dr. Günther Thiele von der Freien Universität Berlin ist mit einem von zwei Fulbright-Cottrell-Preisen 2020 geehrt worden. Die Auszeichnung wird an Nachwuchsforscherinnen und -forscher der Chemie, Physik und Astronomie verliehen, die bahnbrechende Forschung und kreative Lehre verbinden. Günther Thiele erhielt den Fullbright-Cotrell-Preis für sein Projekt „Strukturchemie 2.0: Erweiterte Realität trifft Festkörperforschung“. Teil des Preises sind eine Projektförderung von 63.000 Euro für die Dauer von drei Jahren sowie weitere 5.000 Euro für die Teilnahme an der jährlichen Cottrell-Stipendiatenkonferenz, die im Juli 2021 in Tucson, Arizona, stattfinden soll.

Die Preisträger werden im Rahmen einer für das kommende Frühjahr geplanten Preisverleihung in Köln offiziell benannt; dort hätte im Mai 2020 die diesjährige Zeremonie im Rahmen des Fulbright-Cottrell Junior Faculty Professional Development Workshop stattfinden sollen.

In dem geförderten Lehrprojekt werden virtuelle Projektionen von chemischen Strukturen mithilfe von handelsüblichen Smartphones und der sogenannten Augmented Reality-Technologie für die Vorlesungen erabeitet. Die Studierenden können sich hierbei den atomaren Aufbau von Materie direkt und individuell sowie dreidimensional anschauen. Dies soll das Verständnis von grundlegenden Eigenschaften und Strukturprinzipien verdeutlichen. Im parallel geförderten Forschungsvorhaben widmet sich Günther Thiele mit seiner Arbeitsgruppe der Grundlagenforschung von oxidischen Materialien, speziell neuen Verbindungen aus Eisen und Sauerstoff. Die Forscherinnen und Forscher untersuchen sie auf die Möglichkeit hin, klimaschädliches Kohlenstoffdioxid aus der Atmosphäre zu binden.

Günther Thiele studierte Chemie an der Philipps-Universität Marburg und der University of Sydney. Seine Promotion zum Thema „Metallate in ungewöhnlichen chemischen Umgebungen“ schloss er 2015 in Marburg ab. Von 2015 bis 2017 forschte er an der University of California, Berkeley zur Gasspeicherung in metallorganischen Gerüsten. Seit 2017 leitet er eine Nachwuchsgruppe am Fachbereich Biologie, Chemie, Pharmazie der Freien Universität Berlin und forscht vorwiegend im Bereich der anorganischen Festkörper- und Materialchemie.

 

Quelle: https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2020/fup_20_106-cotrell-preis-thiele/index.html



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