Forschungszusammenarbeit in Europa stärken

Freie Universität Berlin | Foto: © FU Berlin
Freie Universität Berlin | Foto: © FU Berlin

16. Juni 2020: In der ersten Runde des Una-Europa-Seedfunding-Wettbewerbs erhalten zwölf neue Forschungsprojekte eine Anschubfinanzierung. Die Projekte werden mit rund 156.000 Euro gefördert. Die Freie Universität ist an vier der Projekte beteiligt, in zwei Projekten arbeiten alle acht Partner-Institutionen zusammen. Insgesamt wurden 39 Vorhaben eingereicht. Über den Zuschlag für die Projekte entschied ein interdisziplinäres Auswahlkomitee, in dem jede Una Europa-Universität durch ein Mitglied vertreten war. Ausschlaggebend für die Entscheidung war die akademische Qualität der Projekte, das langfristige Potenzial und die Umsetzbarkeit.

„Es hat sich gezeigt, dass dieses Format als eine Art Seismograf für gemeinsame Forschungsinteressen von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen der UnaEuropa-Partneruniversitäten fungiert“, erklärt Dr. Herbert Grieshop, Leiter der Abteilung Internationales der Freien Universität, der den Wettbewerb gemeinsam mit Emily Palmer, Generalsekretärin von Una Europa, koordiniert hat.

An zwei der zwölf Projekte wirken Mitglieder aller acht Una-Europa-Universitäten mit: Im Projekt „One Health as an emerging focus area for Una Europa“ (UNA-OH) befassen sich die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Fachgebieten mit dem Thema Gesundheitsgefährdung im Zusammenhang mit Klimawandel und Urbanisierung. Das zweite Projekt, an dem das ganze Netzwerk gemeinsam arbeiten wird, dreht sich um den Dialog zwischen politischen Entscheidungsträgern und Akteurinnen und Akteuren der Wissenschaft. Mithilfe der Anschubfinanzierung soll im Rahmen dieses Projektes die Basis für den Aufbau einer interdisziplinären Una-Europa-Forschungsgruppe zum Thema „Global Governance" geschaffen werden.

Forscherinnen und Forscher der Freien Universität wirken außerdem an den Projekten „Colorful Souls. Sensibilities, Materialities and Symbolisms in the Colors of the Middle Ages (400-1500)“ und „Dante and the Multiplicities of Cultures in Medieval Europe” mit. Das erste Projekt hat zum Ziel, ein internationales und interdisziplinäres Netzwerk aufzubauen, das die Farbe im Mittelalter aus verschiedenen Perspektiven analysiert. Im zweiten Projekt untersuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die pluralistische Form von Dante Allighieries Oeuvre, im Besonderen die Koexistenz unterschiedlicher Kulturen in Dantes Texten, unter anderem etwa Gelehrsamkeit und Populärkultur, lateinische und volkssprachliche Kultur, universitäre und nichtakademische Kultur sowie spirituelle Kulturen und Kulturen des Körpers.

Mit dem Seedfunding soll die Forschungszusammenarbeit im Una-Europa-Netzwerk gestärkt und Anreize für eine beständige Zusammenarbeit geschaffen werden. Der Seedfunding-Wettbewerb soll einmal pro Jahr stattfinden. Er steht Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der beteiligten Universitäten offen, der nächste Bewerbungszeitraum für Projekte im Jahr 2021 beginnt voraussichtlich Ende Juni dieses Jahres.

Una Europa vereint führende Forschungsuniversitäten aus acht europäischen Ländern , die es sich zum Ziel gesetzt haben, ein europäisches Netzwerk zu schaffen, das seine Angebote immer stärker miteinander verknüpft und  in dem herausragende Forschung kontinuierlich mit transnationalem Lernen und innovativem, kritischem Denken verbunden wird. Zu diesem Netzwerk gehören die Freie Universität Berlin, Alma Mater Studiorum – Universitá di Bologna, Universität Edinburgh, Helsingin Yliopisto, Uniwersytet Jagielloński w Krakau, KU Leuven, Universidad Complutense de Madrid und Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne.

 

Quelle: https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2020/fup_20_100-una-europa-seedfunding/index.html



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