Botanischer Garten Berlin stellt Zukunftskonzept vor: Mehr Garten, mehr Museum, mehr Wissen.

Der Botanische Garten stellt sich für die Zukunft auf. | Foto: © I. Haas, BGBM
Der Botanische Garten stellt sich für die Zukunft auf. | Foto: © I. Haas, BGBM

07. September 2021: Der Botanische Garten Berlin präsentiert sein Zukunftskonzept für die kommenden zehn Jahre: Mit der Marke BO Berlin – Internationales Wissenszentrum der Botanik unterstreicht er seine Bedeutung als einzigartiger Ort der Wissensgenerierung und -vermittlung. „Wir bewahren Wissen, wir mehren Wissen und wir teilen es mit der Welt. Im globalen Netzwerk als Knotenpunkt der Biodiversitätsforschung. Und in Berlin als Forum für Natur-Erlebnisse“, so Prof. Dr. Thomas Borsch, Direktor des Botanischen Gartens Berlin. Das Zukunftskonzept 2021-2030 umreißt die strategischen Vorhaben und zukünftigen Angebote in Garten, Museum sowie Wissenschaft und Forschung.

Wissenschaft & Forschung: Mehr vernetztes Wissen für den globalen Artenschutz

Bereits heute ist der Botanische Garten Berlin ein Knotenpunkt der internationalen Biodiversitätsforschung. Ein neu gegründetes Zentrum für Biodiversitätsinformatik und Sammlungsdatenintegration soll den Wissens-Hub in den kommenden zehn Jahren weiter ausbauen. Dazu gehören Planungen, gemeinsam mit wissenschaftlichen Partnerinstitutionen in aller Welt eine global vernetzte Dateninfrastruktur der Botanik zu schaffen, die zukünftig auch Data-Modeling-Projekte ermöglicht. Unter der Leitung von Anton Güntsch, Biodiversitätsinformatiker am Botanischen Garten Berlin, will das neue Zentrum neue Wissensräume schaffen, globale Entwicklungen prognostizieren und neue Erkenntnisse für den globalen Artenschutz gewinnen.

Seit 1995 gehört der Botanische Garten Berlin zur Freien Universität Berlin. Die wissenschaftliche Zukunftsstrategie des Gartens begrüßt auch der Präsident der Freien Universität, Prof. Dr. Günter M. Ziegler: „Mit dem Ausbau der globalen Kooperationen und der digitalen Vernetzung stellt der Botanische Garten die richtigen Weichen für die Zukunft: Globale Krisen wie den weltweiten Artenverlust lösen wir nur, wenn Wissenschaft über Ländergrenzen hinaus praktiziert wird.“

Ein Upgrade für Garten und Museum

Für die Gäste aus Berlin und aller Welt werden in den nächsten zehn Jahren zahlreiche neue Angebote in Garten und Museum entstehen. Mehr als 17 Millionen Euro fließen bis 2023 aus Fördermitteln der „Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in die touristische Erschließung und Verbesserung der Infrastruktur sowie die Aufwertung der Gartenanlage. Neben einem neuen Nutzpflanzengarten sind unter anderem neue Ausstellungstafeln im gesamten Freigelände geplant, die neue „Wissensblicke“ in die Welt der Botanik öffnen. Auf die Eröffnung eines neuen Besucherzentrums am Eingang Königin-Luise-Straße können sich die Besucher*innen im Jahr 2022 freuen. „Mit dem Zukunftskonzept haben wir uns viel vorgenommen. Wir wollen nicht nur als Wissenschaftsstandort, sondern auch als Wissensforum für Naturerlebnisse wachsen“, sagt Prof. Dr. Thomas Borsch, Direktor Botanischer Garten Berlin. „Wir brauchen einen Brückenschlag zwischen Wissenschaft und Gesellschaft und ein gemeinsames Anpacken von Biodiversitäts- und Klimakrise.

Neben dem Tourismus-Upgrade des Gartens wird auch das Botanische Museum bis 2023 komplett neu konzipiert und umgebaut. Es soll ein Ort entstehen, der Besucher dazu einlädt, sich als Teil des gesellschaftlichen Diskurses über Biodiversität und den Schutz der Natur zu verstehen. Rund 9 Millionen Euro werden aus GRW-Mitteln in die Umgestaltung des Museums und die neue Ausstellung investiert. Neben einem neu gestalteten Eingangsbereich laden künftig interaktive Bereiche und Verweil-Areale dazu ein, die Welt des grünen Wissens zu erkunden und zu ergründen.

 

Quelle: https://www.bgbm.org/de/pr/botanischer-garten-berlin-stellt-zukunftskonzept-vor-mehr-garten-mehr-museum-mehr-wissen



Das Regionalmanagement Berlin SÜDWEST wurde im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) mit Bundesmitteln und Mitteln des Landes Berlin, vertreten durch die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe gefördert und durch die Senatsverwaltung für Finanzen kofinanziert.

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