BAM leitet neues Projekt zum Structural Health Monitoring von sicherheitsrelevanten Bauteilen

Bundesanstalt für Materialforschung- und prüfung | Foto: © BAM
Bundesanstalt für Materialforschung- und prüfung | Foto: © BAM

25.02.2020: In den kommenden vier Jahren wird die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) ein neues EU-Projekt koordinieren, das den Betrieb von chemischen Anlagen, Pipelines sowie von Transport- und Luftfahrtsystemen sicherer und zuverlässiger machen wird.

Das Projekt Guided Waves for Structural Health Monitoring (GW4SHM) bringt 20 europäische Partner aus Wissenschaft und Industrie zusammen, um eine neue Generation von Forscherinnen und Forscher in allen Aspekten des Structural Health Monitoring (SHM) auszubilden. Ziel des Projektes, das mit 3,9 Millionen Euro aus dem EU-Programm Horizon 2020 finanziert wird, ist neben der Erarbeitung neuen Wissens die Überführung der Forschungsergebnisse in die Praxis.

“Die Projektergebnisse werden den Weg ebnen, Structural Health Monitoring in reale Strukturen und Anlagen integrieren zu können”, erklärt Projektkoordinator Dr. Jens Prager vom Fachbereich Akustische und elektromagnetische Verfahren der BAM.

SHM wird eine Schlüsselrolle bei der Einführung und Nutzung neuer Technologien, wie Lebensdauervorhersagen (remaining useful lifetime prognosis), Condition Based Maintenance und des Digitalen Zwillings, spielen. Insbesondere die Verwendung geführter Ultraschallwellen ist dabei ein vielversprechender Ansatz zur Überwachung technischer Systeme.

Das GW4SHM-Projekt wird erstmals Simulations- und Signalverarbeitungsaspekte des SHM mit geführten Wellen kombinieren und so die Zuverlässigkeit der Überwachungssysteme verbessern. Das Projektteam konzentriert sich zunächst auf ausgewählte Anwendungsfälle aus der Luftfahrt, der Petrochemie und dem Automobilsektor, um Konzepte zur Evaluierung der Integrität dieser Strukturen auszuarbeiten und einsatzbereite Tools für die Industrie zu entwickeln.

Das Projekt wird als Teil der Marie-Skłodowska-Curie-Actions 15 Doktorandinnen und Doktoranden europaweit finanzieren. Sie haben im Rahmen ihrer Tätigkeit an verschiedenen Forschungseinrichtungen und in der Industrie die Möglichkeit, interdisziplinäres Wissen, umfangreiche Kompetenzen und praktische Erfahrungen zu erwerben.

Mehr Informationen über das Projekt und die teilnehmenden Organisationen finden Sie auf http://www.gw4shm.eu.

 

Quelle: https://www.bam.de/Content/DE/Nachrichten/2020/Infrastruktur/2020-02-18-gw4shm.html



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